Corona: Bücher gibt es immer zu kriegen

gerne stellen wir den Aufruf, der uns über promedia erreicht hat, samt der hilfreichen Links auch hier zur Verfügung. Ein Gespräch mit dem Verleger Hannes Hofbauer anlässlich der Absage der Leipziger Buchmesse finden Sie hier.

Liebe Leserin, lieber Leser,
nach der Absage der Leipziger Buchmesse und der Streichung hunderter Leseveranstaltungen und Buchpräsentationen im ganzen deutschen  Sprachraum wollen wir in Erinnerung rufen, dass sowohl viele stationäre Buchhandlungen als auch Verlage einen Versanddienst aufrecht erhalten. Erkundigen Sie sich über die Webseiten Ihrer Buchhandlung, in welcher Form ein solcher betrieben wird, oder bestellen Sie direkt bei den hier unten angegebenen Verlagen. 

Coronazeit ist Lesezeit, so kann man zumindest den Kopf aus der Schlinge der das soziale Leben extrem einschränkenden Verordnungen  ziehen.

Für die Initiative österreichischer Kleinverlage
Hannes Hofbauer und Stefan Kraft/ Promedia Verlag

Promedia Verlag: https://mediashop.at/
Adeva Verlag: http://www.adeva.com/
Bibliothek der Provinz: https://www.bibliothekderprovinz.at/
Braumüller Verlag: https://www.braumueller.at/home
Drava Verlag: https://www.drava.at/
Folio Verlag: https://www.folioverlag.com/
Literaturverlag Droschl: https://www.droschl.com/
Milena Verlag: https://www.milena-verlag.at/
Otto Müller Verlag: https://www.omvs.at/
Passagen Verlag: http://www.passagen.at/cms/
Sonderzahl Verlag: https://sonderzahl.at/
Wieser Verlag: https://www.wieser-verlag.com/

Dominik Barta: Vom Land

Dass Theresa, um die sechzig und Bäuerin, sich plötzlich krank fühlt, bringt alle Gewissheiten ins Wanken. Die erwachsenen Kinder müssen anreisen, von wo auch immer es sie hin verschlagen hat, um endlich wieder miteinander zu reden. Theresas Mann muss lernen, Hilfe und Gefühle zu akzeptieren. Und selbst der zwölfjährige Daniel muss seinem verbohrten Onkel Max entschlossen entgegentreten, um seinen einzigen wirklichen Freund zu schützen. Theresa aber schweigt, findet keine Worte, keinen Weg.
Mit großer Präzision und archaischer Kraft und Empathie erzählt Dominik Barta in seinem Debütroman von den Menschen und den Umständen. Er schreibt eine große Tradition der österreichischen Literatur fort und geht dorthin, wo die Provinz heute politisch ist.“ (Quelle: Zsolnay Verlag)

Dominik Barta blickt in seinem Debüt auf ein Stück Land, so wie er es in seiner Kindheit erlebt hat. Er lässt aber im Buch nicht nur Generationen und Kulturen mit ihren Wünschen und Vorstellungen aufeinanderprallen, sondern zeichnet auch das Portrait einer eigentlich starken Frau, die letzten Endes aber am omnipräsenten Schweigen zerbricht.

Der Autor im Skypegespräch mit Daniela Fürst (die sich an dieser Stelle für die Qualität entschuldigt und trotzdem ein gutes Zuhörerlebnis wünscht). Das Buch ist im Zsolnay Verlag erschienen.

Elisabeth Klar: Himmelwärts

Wir alle spüren es: Der Raum für die, die anders denken, anders aussehen und anders lieben, wird wieder enger, die Bedrohung größer. Noch gibt es das „Himmelwärts”, die glitzernde Bühne der Dragqueens, der Zufluchtsort der Außenseiter und Nachtgestalten. Die gut versteckte Bar ist der einzige Ort, an dem sogar Sylvia sich sicher fühlt. Denn seit Sylvia, das Füchslein, auf der Flucht eine Menschenhaut von der Wäscheleine gerissen hat, lebt sie als Frau unter den Menschen, zusammen mit Jonathan, dem Träumer, dem Weltenretter. Doch als Jonathan ein gefiederter Tumor aus dem Rücken wächst und seine Verwandlung beginnt, wird klar: Nicht alles, was Flügel hat, fliegt, doch für die Utopie des „Himmelwärts“ lohnt es sich allemal zu kämpfen.“ (Quelle: Residenz Verlag)

Eine Mischung aus Fabel, Zeitgeist und klaren politischen Ansagen lässt Elisabeth Klars dritten Roman zu einem ganz besonderen werden. Die Autorin erzählt über ihre Intentionen zum Buch, warum es im Text nur eine mögliche Perspektive für sie gab und die Kraft von Symbolen darin.

Elisabeth Klar im Gespräch mit Daniela Fürst. Das Buch ist im Residenz Verlag erschienen.

jeder tag ist ein gedicht #11: Sigrid Beckenbauer – Blaugrüner Mohn

In der Reihe „jeder tag ist ein gedicht“ publiziert literadio während der durch den Coronavirus von der Regierung verhängten Ausgangsbeschränkungen täglich ein Gedicht.
1.4..2020 – Sigrid Beckenbauer

Foto:S.Beckenbauer

Blaugrüner Mohn

Durch blaugrüne Mohnfelder laufen und den Bauern ihr Brot abkaufen
Durch blaugrüne Mohnfelder tapsen und kichernd den Weg verlassen
Durch blaugrüne Mohnfelder in die Wiese kullern,
den blaugrünen Mohnfeldern einen Hauch vom Sommer geben.

Blaugrüne Mohnfelder, die die Klarheit gerade recht vernebeln,
dem Sommer einen Sinn im Mohnfeld geben.

Blaugrüne Gespenster der Vergangenheit einladen,
aus ihren alten Gefängnissen in die helle Warme Sonne zu treten.

Blaugrüne Gedanken, die sich mir nix dir nix davonstehlen,
in der Nebelwand auflösen und sich nach sich selbst verdrehen.

Blaugrüne Augen, die sich tief in dir verankern,
wie ein Schiff einen Hafen suchen im Mohnfeld.

Weitere Informationen zur Autorin auf ihrer Webseite: https://sigridfrancesca.wordpress.com

Hörbar auf Orange 94.0 : Märchen Potpourri

jeder tag ist ein gedicht #10: Isabella Breier – mit den Füßen im Schlamm, auf dem Display die Sterne

In der Reihe „jeder tag ist ein gedicht“ publiziert literadio während der durch den Coronavirus von der Regierung verhängten Ausgangsbeschränkungen täglich ein Gedicht.

31.3.2020 – Isabella Breier

“Anbei ein gestern geschriebenes Gedicht, lieben Gruß aus good old Simmering,
euch auch alles Gute,
Isabella 24.3.2020 ”

mit den Füßen im Schlamm, auf dem Display die Sterne

die Geschwindigkeit der Welle,
mit der der Kopf
auf den Kopf geströmt wird,
flößt mir zugegeben
Blut von angeblichen Fischgöttern ein,
die von den Schuppen her
zu stinken beginnen
 
oder war’s ein Frühstücks-,
das Festlandsei, das ich bin
 
jedenfalls stürzt mein Laptop ab,
jäh endet der x-te Virologen-Podcast
 
ich heb die Stirn vom Parkett, 
schau
durch ungeputzte Glasscheiben
auf Goldregenstauden
und Engelstrompeten
 
dahinter
dehnt sich Zeit
zu einem Raum
voll von zivilisierten
Ruf- und Fragezeichen
 
verständig richt ich mich auf
 
zu analysieren
bleibt
eine große ganze Welt
und warum Entschleunigungs-Idyllen von Privilegierten trügen
 
für heut Nachmittag aber
heißt mein Ziel wieder: 
Zentralfriedhof
 
ich hoff, die Toten wahren Distanz,
vom ersten Tor an
 
 

jeder tag ist ein gedicht # 9: Otto Fuchs – Bill Haley

In der Reihe „jeder tag ist ein gedicht“ publiziert literadio während der durch den Coronavirus von der Regierung verhängten Ausgangsbeschränkungen täglich ein Gedicht.
30.3.2020 – Otto Fuchs – Bill Haley (ausnahmsweise als Video)
 
Hier mein Gedicht über Bill Haley .Vertont und als Video.
Ich bin der Autor der beiden englischsprachigen Bill Haley Biographien “Bill Haley  – The Father of Rock & Roll, The Rise of Rock & Roll and Bill Haley” (Books On Demand) und von “Bill Haley  – The Rock & Roll Revival Years & Bill Haley´s Legacy” (Books on Demand.
 
Bevor die Biographie erschienen war (in zwei Bänden) hatte ich ein Gedicht per Hand über Bill Haley geschrieben, diesem nahm sich dann der 60er Jahre Pianist von Bill Haley & The Comets – Joey Welz an – er arrangierte am Piano mit der Captain Joe Tomasi Band an den anderen Instrumenten ein Soundtrack dazu. Schließlich spielten sie es als Song unverändert ein.
Es erschien au dem Caprice Records Album “Rewind My Rock & Roll / My Rockabilly Years” von Joey Welz.
 
Words – Otto Fuchs, Music – Joey Welz – Collage für youtube selbst gemacht, nachdem ich eine Einholung der Linzenz für “name & image of Bill Haley” hochoffiziell beim Bill Haley Estate gemacht habe: