Louise Werner, Verena Mermer (Hg.): “… aber mir hat der Marxismus besser gefallen!”

Erinnerungen 1931 bis 2001

“Louise Werners Leben beginnt mit einer Kindheit im Roten Wien und unter dem Austrofaschismus. Kurz vor ihrem zehnten Geburtstag muss sie die Machtergreifung der Nationalsozialisten miterleben. Ihr nach den Nürnberger Gesetzen jüdischer Vater, Angehöriger einer Widerstandsgruppe, wird 1944 im KZ Warschau ermordet. Als überzeugte Sozialistin kritisiert Werner die großen Versäumnisse nach der Befreiung. Sie sieht sich erneut mit autoritären Denk- und Handlungsmustern konfrontiert, mit den Auswirkungen rechter Männerbündelei und politischer Seilschaften auf das „Private“, auf Frauen und Kinder.
Louise Werners Autobiographie liest sich als Lehrbuch für konkrete Empörung. Nicht ein Distanzieren und Verachten wird nahe gelegt, sondern ein genaues Benennen und Bekämpfen dessen, was schief lief in der Zweiten Republik – im Hinblick auf die Rechte und Lebensentwürfe der in der NS-Zeit Zurückgesetzten und besonders der Frauen.” (Quelle: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft)

Louise Werner (Pseudonym), geboren 1928 in Wien. Besuch des Konservatoriums, Studium der Geschichte. Tätigkeiten als Haushaltsarbeiterin, Geigerin, Sekretärin und Bibliothekarin. Verantwortliche für Kinder- und Jugendliteratur und Verfasserin von Rezensionen an der Städtischen Bücherei Wien. Louise Werner verstarb am 6. März 2018 in Wien.

Die Herausgeberin Verena Mermer im Gespräch mit Daniela Fürst. Sie erzählt über die Entstehungsgeschichte des Buches, die intensive Arbeit am Text und den generellen Umgang mit ZeitzeugInnenschaft und deren Bedeutung für die Gegenwart.

Frankfurt ruft

Logo Buchmesse Frankfurt 2019Die Vorbereitungen laufen. Das Programm ist inhaltlich fast fertig. literadio wird von 16.-20.Oktober wieder live von der Frankfurter Buchmesse berichten. Zahlreiche AutorInnen, VerlegerInnen und LiteraturexpertInnen werden als Gäste auf unserer Bühne (Stand 4.1 B33) Platz nehmen.

Towander Flagg: Der Galgen fragt nicht, welcher Hals – ein Revulva Western

„Nebraska im Jahr 1872. Die Kopfgeldjägerin Annie Goodlick wird von einem Prediger beauftragt, sich auf die Suche nach einer Bankräuberin zu machen, die am Tod seiner Ehefrau Schuld trägt. Auf die Räuberin, die berüchtigte Revolverheldin Mary Dippin, ist für „tot oder lebendig“ ein Kopfgeld ausgesetzt, doch dem Prediger ist daran gelegen, dass Dippin lebend zurück nach Sioux City gebracht wird und einen fairen Prozess bekommt.
In der Sommerhitze des Mittleren Westens macht sich Annie auf den Weg, ohne zu ahnen, dass sich ihr Auftrag weitaus perfider entwickeln könnte als gedacht. Zwar dauert es dank ihrer Gewitztheit nicht lange, bis sie Mary Dippin gefangen nehmen kann, doch auf dem Weg über die Prärie nach Sioux City hat Annie schwer damit zu tun, ihren Auftrag zu erfüllen. Ihr Pferd lahmt, andere Kopfgeldjäger wollen sie ihrer Gefangenen berauben, Mary Dippins gesetzlose Kumpanen sind ihnen auf den Fersen und dann geht auch noch der Whiskey zur Neige. Zudem erfährt Annie nach und nach, dass Dippin, die ihr inzwischen als gar kein so schlechter Mensch mehr erscheint, den Mord, für den sie hängen soll, gar nicht begangen haben will.“ (Quelle: http://www.querverlag.de)

Die Autorin Towander Flagg, alias Katja Langmaier, erzählt im Gespräch mit Daniela Fürst über ihre Intention und die Entstehungsgeschichte des Romans, der als Kurzgeschichte angelegt war und sich am Ende als Roman entpuppt hat. Weder ganz satirisch, noch reine Liebesgeschichte wirft der Westernroman Fragen rund um Gertechtigkeit, Patriarchat und Geschichtsedarstellung auf.

Katja Langmaiers Romandebüt ist im Querverlag erschienen.

Spezieller Dank gilt der Buchhandlung Stuwerbuch, die uns für das Interview das Lager bei ihnen aufschlagen lies und uns sogar noch einen Drink spendierte…

9th Univie Poetry Slam

Am 15.6. war es wieder so weit – der Univie Slam fand im Campus der Uni Wien im Hof 2 statt. Näheres könnt ihr im Blog von Anna Babka nachlesen.

Foto: Anna Babka

literadio war wieder dabei und so könnt ihr den Slam hier nachhören:


Eine gekürzte Fassung des Finales ist auch als literadio on air bei den Freein Radios in Österreich im Programm.