jeder tag ist ein gedicht #13: Markus Köhle – Fieberkopf

In der Reihe „jeder tag ist ein gedicht“ publiziert literadio während der durch den Coronavirus von der Regierung verhängten Ausgangsbeschränkungen täglich ein Gedicht.
3.4.2020 – Markus Köhle: Fieberkopf

Foto: Claudia Rohrauer

Markus Köhle , Poetry Slammer und Autor zahlreicher Bücher und Geschichten, publiziert derzeit ebenfalls verstärkt Online – seine wöchentlichen Lesungen sind auf vimeo zu finden. Dort kann man ihn auch dieses Gedicht lesen sehen und hören. Auch aktuellere Beiträge können dort abgerufen werden. “ Bestandsaufnahme Status Quvid 19 vom 23. März 2020. Wöchentlich ein Beitrag oder mehr. Mit Fieberkopf 2020 ging’s los. Mögen die Videos vom ausgangsbeschränkten Alltag ablenken und verbreitet werden. Gesundheit!” schreibt er auf seiner Webseite.

jeder tag ist ein gedicht #12: Martin Winter – NEUE MASZNAHMEN

In der Reihe „jeder tag ist ein gedicht“ publiziert literadio während der durch den Coronavirus von der Regierung verhängten Ausgangsbeschränkungen täglich ein Gedicht.

2.4.2020 – Martin Winter : NEUE MASZNAHMEN

Foto: (CC) 2018
BY-NC-SA V4.0 Regina Leibetseder-Löw

Im Österreichischen Fernsehen
In Zeit im Bild
Die Frau trägt Handschuhe und einen Schleier
Es ist die Frauenministerin
Der Mann liest weiter die Nachrichten
Die Frau lächelt schüchtern hinter ihrem Schleier
Beide sitzen zuhause
Just kidding for now
Es ist Frühling

MW März 2020

Gedichte von Martin Winter können über den Verlag Fabrik.Transit (https://www.fabriktransit.net/) bezogen werden.

Corona: Bücher gibt es immer zu kriegen

gerne stellen wir den Aufruf, der uns über promedia erreicht hat, samt der hilfreichen Links auch hier zur Verfügung. Ein Gespräch mit dem Verleger Hannes Hofbauer anlässlich der Absage der Leipziger Buchmesse finden Sie hier.

Liebe Leserin, lieber Leser,
nach der Absage der Leipziger Buchmesse und der Streichung hunderter Leseveranstaltungen und Buchpräsentationen im ganzen deutschen  Sprachraum wollen wir in Erinnerung rufen, dass sowohl viele stationäre Buchhandlungen als auch Verlage einen Versanddienst aufrecht erhalten. Erkundigen Sie sich über die Webseiten Ihrer Buchhandlung, in welcher Form ein solcher betrieben wird, oder bestellen Sie direkt bei den hier unten angegebenen Verlagen. 

Coronazeit ist Lesezeit, so kann man zumindest den Kopf aus der Schlinge der das soziale Leben extrem einschränkenden Verordnungen  ziehen.

Für die Initiative österreichischer Kleinverlage
Hannes Hofbauer und Stefan Kraft/ Promedia Verlag

Promedia Verlag: https://mediashop.at/
Adeva Verlag: http://www.adeva.com/
Bibliothek der Provinz: https://www.bibliothekderprovinz.at/
Braumüller Verlag: https://www.braumueller.at/home
Drava Verlag: https://www.drava.at/
Folio Verlag: https://www.folioverlag.com/
Literaturverlag Droschl: https://www.droschl.com/
Milena Verlag: https://www.milena-verlag.at/
Otto Müller Verlag: https://www.omvs.at/
Passagen Verlag: http://www.passagen.at/cms/
Sonderzahl Verlag: https://sonderzahl.at/
Wieser Verlag: https://www.wieser-verlag.com/

Dominik Barta: Vom Land

Dass Theresa, um die sechzig und Bäuerin, sich plötzlich krank fühlt, bringt alle Gewissheiten ins Wanken. Die erwachsenen Kinder müssen anreisen, von wo auch immer es sie hin verschlagen hat, um endlich wieder miteinander zu reden. Theresas Mann muss lernen, Hilfe und Gefühle zu akzeptieren. Und selbst der zwölfjährige Daniel muss seinem verbohrten Onkel Max entschlossen entgegentreten, um seinen einzigen wirklichen Freund zu schützen. Theresa aber schweigt, findet keine Worte, keinen Weg.
Mit großer Präzision und archaischer Kraft und Empathie erzählt Dominik Barta in seinem Debütroman von den Menschen und den Umständen. Er schreibt eine große Tradition der österreichischen Literatur fort und geht dorthin, wo die Provinz heute politisch ist.“ (Quelle: Zsolnay Verlag)

Dominik Barta blickt in seinem Debüt auf ein Stück Land, so wie er es in seiner Kindheit erlebt hat. Er lässt aber im Buch nicht nur Generationen und Kulturen mit ihren Wünschen und Vorstellungen aufeinanderprallen, sondern zeichnet auch das Portrait einer eigentlich starken Frau, die letzten Endes aber am omnipräsenten Schweigen zerbricht.

Der Autor im Skypegespräch mit Daniela Fürst (die sich an dieser Stelle für die Qualität entschuldigt und trotzdem ein gutes Zuhörerlebnis wünscht). Das Buch ist im Zsolnay Verlag erschienen.

Elisabeth Klar: Himmelwärts

Wir alle spüren es: Der Raum für die, die anders denken, anders aussehen und anders lieben, wird wieder enger, die Bedrohung größer. Noch gibt es das „Himmelwärts”, die glitzernde Bühne der Dragqueens, der Zufluchtsort der Außenseiter und Nachtgestalten. Die gut versteckte Bar ist der einzige Ort, an dem sogar Sylvia sich sicher fühlt. Denn seit Sylvia, das Füchslein, auf der Flucht eine Menschenhaut von der Wäscheleine gerissen hat, lebt sie als Frau unter den Menschen, zusammen mit Jonathan, dem Träumer, dem Weltenretter. Doch als Jonathan ein gefiederter Tumor aus dem Rücken wächst und seine Verwandlung beginnt, wird klar: Nicht alles, was Flügel hat, fliegt, doch für die Utopie des „Himmelwärts“ lohnt es sich allemal zu kämpfen.“ (Quelle: Residenz Verlag)

Eine Mischung aus Fabel, Zeitgeist und klaren politischen Ansagen lässt Elisabeth Klars dritten Roman zu einem ganz besonderen werden. Die Autorin erzählt über ihre Intentionen zum Buch, warum es im Text nur eine mögliche Perspektive für sie gab und die Kraft von Symbolen darin.

Elisabeth Klar im Gespräch mit Daniela Fürst. Das Buch ist im Residenz Verlag erschienen.

jeder tag ist ein gedicht #11: Sigrid Beckenbauer – Blaugrüner Mohn

In der Reihe „jeder tag ist ein gedicht“ publiziert literadio während der durch den Coronavirus von der Regierung verhängten Ausgangsbeschränkungen täglich ein Gedicht.
1.4..2020 – Sigrid Beckenbauer

Foto:S.Beckenbauer

Blaugrüner Mohn

Durch blaugrüne Mohnfelder laufen und den Bauern ihr Brot abkaufen
Durch blaugrüne Mohnfelder tapsen und kichernd den Weg verlassen
Durch blaugrüne Mohnfelder in die Wiese kullern,
den blaugrünen Mohnfeldern einen Hauch vom Sommer geben.

Blaugrüne Mohnfelder, die die Klarheit gerade recht vernebeln,
dem Sommer einen Sinn im Mohnfeld geben.

Blaugrüne Gespenster der Vergangenheit einladen,
aus ihren alten Gefängnissen in die helle Warme Sonne zu treten.

Blaugrüne Gedanken, die sich mir nix dir nix davonstehlen,
in der Nebelwand auflösen und sich nach sich selbst verdrehen.

Blaugrüne Augen, die sich tief in dir verankern,
wie ein Schiff einen Hafen suchen im Mohnfeld.

Weitere Informationen zur Autorin auf ihrer Webseite: https://sigridfrancesca.wordpress.com

Hörbar auf Orange 94.0 : Märchen Potpourri