Morgen geht es los und wir sind bereit!

Wir sind bereit für unsere Gäste und Zuhörerer auf der Literadiobühne und am Stream!

Live von der Leipziger Buchmesse 2019

Die Vorbereitungen laufen und literadio wird wieder von 21.-24.März 2019 täglich direkt von der Leipziger Buchmesse am Stand der IG Autorinnen|Autoren Literatur hörbar machen.

Das Programm kann hier nachgelesen werden. Unser Programmfolder informiert vorab über alle Details.

Informationen für Re-Broadcasting sind hier zu finden.

Klaudia Zotzmann-Koch: Literatur und Datenschutz

Buchcover
Die Autorin Klaudia Zotzmann-Koch ist auch Podcasterin, Aktivistin im Chaos Computer Club Wien und Datenschützerin. Im Gespräch mit Christian Berger gibt sie Einblick in ihre bisherigen Romane, den Literaturbetrieb und die Datenschutzproblematik beim kreativen Schreiben und recherchieren.

Weiterführende Informationen bietet ihr Weblog Vienna Writer’s Blog and Podcast oder der “Datenschutz Podcast

Richard Schuberth – Narzissmus und Konformität. Selbstliebe als Illusion und Befreiung

Tatsächlich kennt zwar nicht jeder einen machthungrigen Manager, aber doch einen (ehemaligen) lieblosen Lebensabschnittspartner, auf den das Urteil unbedingt zutrifft: egoman, überheblich, unsozial. In seiner ebenso elegant wie angemessen polemisch verfassten Bestandsaufnahme nimmt Richard Schuberth unsere egozentrischen Lebenswelten in den Blick, vergisst dabei aber nicht das Sprechen über Narzissmus und dessen hochinteressante historische Genese. Kritikwürdiger als die Persönlichkeitsstörung scheint oft ihre Beurteilung: Wie kommt es, dass überaus gestrengen Kulturkritikern und abrechnungsfreudigen Psychologen die verfemte Extravaganz vor allem bei Frauen und Homosexuellen aufstieß? Wie ist es überhaupt um das Ideal einer Gesellschaft bestellt, in der man sich nichts herausnehmen soll? Die Kritik des Narzissmus erweist sich in der Konkurrenzgesellschaft als Einübung in den Konformismus und dieser selbst als Ausdruck eines kollektiven Narzissmus. So der Klappentext des Buches…

Der Autor Richard Schuberth im Gespräch mit Daniela Fürst. Das Essay “Narzissmus und Konformität” ist im Verlag Matthes & Seitz Berlin erschienen.

Otfried Krzyzanowski – Kaffeehausliterat, Bohemien und Hungerpoet

Im November 1918 zerfiel nach mehr als vier Kriegsjahren mit Millionen Todesopfern die Habsburger-Monarchie. Gleichsam stellvertretend für den Untergang des Reiches starb zur selben Zeit der Dichter Otfried Krzyzanowski (geboren 1886 in Starnberg, Bayern). Er war kein Frontsoldat im Schützengraben, er verlor sein Leben im Hinterland, in Wien durch eine Mischung aus Verelendung, Krankheit und Hunger. Sein literarisches Œuvre ist gering und fast zur Gänze in Vergessenheit geraten. In Erinnerung geblieben ist seine Person sowohl bei Zeitgenossen (Franz Blei, Anton Kuh, Alfred Polgar und Franz Werfel) als auch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts als Protagonist in Nachrufen, Essays und diversen Publikationen: Man anekdotisierte ihn als „Kaffeehausliterat“, „Bohemien“ und „Hungerpoet“. (vgl. Wieser Verlag)

Ein Gespräch mit den HerausgeberInnen Elisabeth Buxbaum und Christian Fridrich über den Kaffeehausliteraten, Bohemien und Hungerpoeten Otfried Krzyzanowski, der um 1900 in Wien lebte und verhungerte, führte Christian Berger für literadio.

Publikation: Elisabeth Buxbaum, Christian Fridrich (Hrsg.) Otfried Krzyzanowski „Diese Zeit ist nicht die meine und die Tage fliehn.“ , 2018, Wieser Verlag