Alles was bleibt. Buchmesse Leipzig 2018

Am Ende des Tages lichtet sich der Nebel. Nicht der Sturm, sondern die Sonne lockte die Maulwürfe. Hektopolis erblühte nach drei Tagen, drei Nächten, über alle Grenzen hinweg. Doch die Weißen, für die war kein Platz in der Stadt. Ein wunderliches Leben das ganz andere Akkorde anschlug als Solo für die Unversehrten, jene Kinder für die galt: Sprich oder stirb. Aber alles was bleibt ist der erste Kuss und wir halten still. In der Stadt für alle unbeachtet der Geldroboter, der Zensur und der Stimmen gegen Rechts. Doch der Neubauer pflegte fremde Verwandschaften wie viele Tage lang nach Bananama. Aber wir nicht, wir vertreiben sie! Denn Herr Maschine sagte am Ende nur: 12 Jahre, denn am Ende bist du still. Aber Orchideen blühen überall.

Sät auf dem Humus unserer Arbeit: Christian Berger, Daniela Fürst, Erika Preisel, Herbert Gnauer, Marlene Brüggemann, Vincent Luger und Regina Leibetseder-Löw


Game öüver

Stimmen gegen Rechts! auf der literadio-Bühne

Zum Abschluss des 2. Tages diskutierten die österreichischen AutorInnen Gerhard Ruiss, Eva Rossmann, Luis Stabauer und René Arnsburg (VertreterInnen der Initiative “#verlagegegenrechts) und Moderator Christian Berger gegen rassistisches, antifeministisches und homofeindliches Gedankengut. Dieser Slot erfreute sich regem Interesse.

 

literadio Aufbau Leipziger Buchmesse 2018

Nach einer unspektakulären Anreise und dem oft geübten Aufbau der Technik für die Liveübertragungen ist der Stand nun bereit für die nächsten 4 Tage Messebetrieb am Stand der IG Autorinnen Autoren in der Halle 4, Stand E209.

Wir freuen uns auf insgesamt 33 Gespräche mit AutorInnen, VerlegerInnen HerausgeberInnen und Gästen.

Voller Erfolg der Initiative #verlagegegenrechts: Junge Freiheit sagt Messestand ab

Am Freitag 16.3.2018 werden Zoë Beck und René Arnsburg, VertreterInnen der ” Initiative #verlagegegenrechts” auf der literadio – Bühne zu Gast sein. Gemeinsam mit Gerhard Ruiss(Autor, Geschäftsführer der IG Autorinnen|Autoren), Eva Rossmann (Autorin) und Luis Stabauer (Autor) wird  über das Erstarken des Rechtsextremismus und Möglichkeiten des Widerstandes diskutiert.

In einer Pressemitteilung vom 07.03.2018 berichtet die Initiative #verlagegegenrechts über einen ersten Erfolg: Junge Freiheit sagt Messestand auf der Leipziger Buchmesse ab

Am 7.3.2018 teilt die Junge Freiheit in einer Pressemitteilung mit, ihre Teilnahme an der Leipziger Buchmesse zurück gezogen zu haben. Grund sei, die Zusammenarbeit der Messe Leipzig mit der Initiative #verlagegegenrechts und ihre Standplatzierung.

Die Initiative freut sich über die Abmeldung der Junge Freiheit und sieht sich in ihrer aufklärerischen Strategie bestätigt:
»Wir reagieren auf die Präsenz rechter Verlage mit Aufklärung und emanzipatorischen Inhalten. Uns geht es nicht um ein Verbot, sondern um Widerstand. Wir laden die Buchbranche zu einer politische und engagierten Diskussion über rechte Verlage auf der Leipziger Buchmesse ein. Dass dies zu einer Absage der Jungen Freiheit geführt hat, werten wir als vollen Erfolg.« so Lisa Mangold, Mitinitiatorin von #verlagegegenrechts.

Die Junge Freiheit kritisiert, dass der Direktor der Leipziger Buchmesse Oliver Zille sich nicht politisch neutral verhalten habe. »Kultur ist politisch. Daher finden wir es richtig, dass die Leipziger Buchmesse den Raum für politische Diskussionen schützt und fördert. Dass Verlage, die sich, wie die Junge Freiheit, zwischen Konservatismus und Neonazismus bewegen nun um politische Neutralität bitten zeigt, dass sie einer ernsthaften politischen Auseinandersetzung nicht standhalten können.“ so René Arnsburg, Mitinitiator von #verlagegegenrechts.

Das Bündnis hält am bisherigen Rahmenprogramm fest und lädt alle Interessierten ein, zu der Kundgebung zur Eröffnung der Leipziger Buchmesse am 14. März um 17.30 Uhr auf den Augustusplatz zu kommen. Lisa Mangold sagte dazu: “Der Rückzug der Jungen Freiheit ist ein erster Erfolg unserer Kampagne, doch es kann keine Entwarnung geben, solange rechte Positionen öffentlichen Anklang finden.”