„Margit, Amela, Gerda und Carla haben vor 30 Jahren voll jugendlicher Tatkraft in Funkberg gegen den Bau eines Kraftwerkes demonstriert. Nun trommelt Gerda die alte Truppe wieder zusammen. Das Funkberger Kloster soll heimlich an Immobilienhaie verhökert und in ein Kongresszentrum umgewandelt werden. Gemeinsam mit der Studentin Bezé und Angelika, der letzten im Kloster lebenden Nonne, wollen sie das bedrohte Kulturgut der Stadt retten. Bei ihren Nachforschungen legen die Frauen eine unglaubliche Geschichte frei, die sie bis zu den Beginen ins 14. Jahrhundert führt. Und damit zu einer der ersten Frauenbewegungen, die weit mehr war als eine religiöse Gemeinschaft.
Andreas Pavlic zeigt in seinem neuen Roman humorvoll und eindrücklich, dass es für zivilen Widerstand immer einen Weg gibt.“ (Quelle Edition Atelier)
Andreas Pavlic hat sich immer schon, vor allem in seinen journalistischen und wissenschaftlichen Texten, mit sozialen Bewegungen auseinander gesetzt. Die Geschichte der Beginen, als eine der ersten Frauenbewegungen aus dem Mittelalter, dient ihm in seinem aktuellen Roman als Hintergrund, vor dem er in der Gegenwart von den Geschehnissen in Funkberg berichtet. Welche Facetten der historischen Beginengemeinschaft er den sechs widerständigen Funkbergerinnen mitgegeben hat und wie es für ihn war, die Erzählperspektive einer jungen tiefreligiösen Frau einzunehmen, davon uns mehr erzählt er im Gespräch mit Daniela Fürst.
Selige Unruhe ist in der Edition Atelier erschienen ist.
Beteiligte:
Andreas Pavlic (Autor/in)
Daniela Fürst (Redakteur/in)
