Bruji: 40 ljet/Jahre KROWODNROCK – Das Buch. Knjiga.

Für die einen waren/sind BRUJI das Erweckungserlebnis, Rufer in der Wüste oder auch singende Botschafter der Burgenlandkroatinnen und Burgenlandkroaten in ganz Österreich, für die anderen wiederum kompromisslose Kritiker jener Tamburicagruppen im Burgenland, welche ab den 1950er Jahren die kroatischen Volkslieder in ihren bunten Trachten zu Markte trugen und der Assimilation nichts entgegenhielten. BRUJI sind aber auch Wegbereiter eines dritten Weges, nämlich jenem zwischen der Volkstümelei und der Assimilation. Sie stehen für ein mehrsprachiges Burgenland. Ganz gewiss sind sie jedoch eines: Begründer des Krowodnrock, einer einzigartigen Stilrichtung in der österreichischen Rock- und Popmusik.
In der BRUJI-Biografie samt einem Songbook und einer CD mit zwei Liedern, die BRUJI anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens aufgenommen haben, kommen auch mehrere Autorinnen und Autoren zu Wort, die die burgenländische Band über Jahre und Jahrzehnte begleitet haben, u. a. die Musikethnologin Ursula Hemetek, der Sprachwissenschaftler Rudolf de Cillia, die Publizistin Anita Malli und der Chefredakteur der Hrvatske novine Petar Tyran. (Quelle:Edition lex liszt12)

Joško Vlasich (Hsg und Sänger) im Gespräch mit Christian Berger (literadio).
Video zum Buch:Crno Kolo. Der schwarze Reigen.

Musiktitel: Nema problema (Bruji) und Crno Kolo (Bruji)

Webseite KUGA

 

Über die Anonymität im Internet

literadio on air 8-14 bringt ein Gespräch mit Ingrid Brodnig über ihr im Czernin Verlag erschienenes Sachbuch „Der unsichtbare Mensch. Wie Anonymität im Internet unsere Gesellschaft verändert.“

„Von hasserfüllten Postings über Facebook bis hin zur Enthüllungsplattform Wikileaks: Die Anonymität ist zu einem zentralen Thema des 21. Jahrhunderts geworden. Wann ist die Geheimhaltung der eigenen Identität berechtigt und notwendig? Und wann wird sie als schützender Mantel missbraucht?“ (Czernin Verlag)

Ein lesbares und lesenswertes Sachbuch zu einem aktuellem gesellschaftlichen Diskurs. Brodnig setzt sich differenziert mit der Thematik auseinander und bringt viele belegte Beispiele pro und contra die Anonymität im Netz. So verwundert es nicht, dass Sie auch für einen differenzierten Umgang mit der Anonymität plädiert. Wer glaubt, dass für Anonymität ausreicht Nicknames zu verwenden, ist jedenfalls auf dem Holzweg. Wirkliche Anonymität im Netz fordert mehr technische Kenntnisse von den UserInnen. Im Alltag wird jedoch die Anonymität bei Postings oftmals nur für flegelhaftes verhalten genutzt – und das schadet dem gesellschaftlichen Diskurs. Jedenfalls gilt es der Problematik mehr Aufmerksamkeit zu widmen und konstruktive Lösungen zu finden. Brodnig bringt auch hier Beispiele.

litonair 2-14: Der Tschocherl Report

Die unbekannten Wohnzimmer Wiens – Zwischen Fluchtachterl und Gesellschaftskritik

Tschocherl – das sind diese kleinen, verrauchten Lokale, die scheinbar schon ewig existieren und Namen haben wie „Espresso Bambino“, „Café Rikki“ oder „Espresso Florida“. 

In 21 Tschocherl-Reportagen beleuchten die Autoren einen weitgehend verborgenen Teil Wiens; eine Subkultur, die sich seit Jahrzehnten beharrlich jeder Anbiederung an gastronomische und gesellschaftliche Trends verweigert.

Helmut Hostnig führte für literadio ein Gespräch mit dem Autor Arthur Fürnhammer über das im Löcker Verlag erschienene Werk:
Arthur Fürnhammer/Peter Mayr – Tschocherl Report, 2014, Löcker Verlag Wien

Zum Nachhören: [powerpress url=“http://cba.fro.at/wp-content/uploads/aufdraht_literadio_on_air/tschocherlreport.mp3″]
Quelle: Literadio-Archiv auf cba 

Norbert Kutalek: Linke Bildung

Cover Buch Norbert Kutalek

Foto:lit-verlag

Norbert Kutalek ist einer der namhaftesten linken Bildungssoziologen. In den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts waren seine Schriften sehr verbreitet und erregten die konservativen Kräfte in Österreich. Anlässlich seines 80. Geburtstages wurde ein Teil seiner Texte neu publiziert: Norbert Kutalek – Spuren und Positionen linker Bildung. Herausgegeben von Oskar Achs, litVerlag 2013.

Die Analysen und Forderungen haben 40 Jahre später immer noch Richtigkeit und Aktualität. Christian Berger besuchte Norbert Kutalek und bat ihn zum Gespräch über seine Texte und die aktuelle Bildungslandschaft.

Zum Nachhören : [powerpress url=“http://cba.fro.at/wp-content/uploads/aufdraht_literadio_on_air/litonair1213kutalek.mp3″]
Quelle: Literadio-Archiv auf cba