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Unterhaltung mit Haltung – Andreas Nastl: Achtung Fräskante27.12.2019

Haben Astronauten einen Schutzpatron? Warum sind Straßen barrierefrei, Wohnhäuser aber nicht? Warum sind Zukunftsforscher nicht allesamt Lottomillionäre? Wann kommt die Bibel für Veganer? Über all das und noch vieles mehr macht sich der niederösterreichische Andreas Nastl in seinem Debüt-Programm „Vorsicht Fräskante!“ so seine Gedanken. Christian Berger unterhielt sich mit ihm über die Entwicklung des Programmes, Haltungsübungen und das Spezielle an bühnentauglichem Philiosophieren über die Welt. Auszüge können im Video angesehen werden.

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Thomas Ballhausen: Das Mädchen Parzival11.12.2019

Gedichte, mit einer Bildstrecke von Chris Saupper und einem Nachwort von Matthias Schmidt.

„Thomas Ballhausens erzählerische Lyrik ist Antike und Zeitgeist, Philosophie und Punk, bringt historische Helden und mythologische Figuren aufs Tapet und greift auf die großen Narrative der Menschheit zurück. Einmal ganz Galan, konziliant in der Wortwahl, einmal tiefgehend mit Wilde’scher Leidenschaft und Verve, dann wieder kaltschnäuzig mit einem kräftigen Schuss noir erzeugen die balladenhaften Texte einen zeitlosen Nachhall. Fragen nach Mechanismen menschlichen Handelns und der Verfasstheit von Ritualen werden laut; der Dichter zerlegt althergebrachte Machtmuster, lässt Geschlechterrollen bersten und bleibt bei all dem ein Erzähler cinematografischen Ausmaßes: Die Intensität der Sprache ist körperlich spürbar. Sie changiert von tabubehaftet zu lustvoll und ergießt sich immer wieder in düstere Wortkaskaden.
Der renommierte Fotograf Chris Saupper fungiert als Bildredakteur und hat die Lyrik Ballhausens mit zeitgemäßen visuellen Ergänzungen versehen.“ (Quelle: Limbus Verlag)

Thomas Ballhausen und Chris Saupper luden zur Buchpräsentation in die Buchhandlung Yellow ein und im Gespräch mit Daniela Fürst sprachen die beiden über ihre Zusammenarbeit, ihre individuellen künstlerischen Entstehungsprozesse und Inspirationsquellen.

Das Buch ist im Limbus Verlag in der Reihe Limbus Lyrik erschienen.

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Isabella Breier: Mir kommt die Hand der Stunde auf meiner Brust so ungelegen, dass ich im Lauf der Dinge beinah mein Herz verwechsle.27.11.2019

Ein Lyrikband in 12 Kapitel, mit Illustrationen von Hannah Medea Breier.

Erschienen in der Edition fabrik.transit.

Isabella Breier im Gespräch mit Daniela Fürst über die Entstehungsgeschichte ihres 2019 erschienenen Lyrikbands, der unterschiedliche Gedichte aus mehreren Arbeitsjahren umfasst. Neben den Aspekten, die bei der Sortierung der Gedichte in die 12 Kapitel zum Tragen kamen, und der Rolle der Bilder, die ihre Tochter Hannah Medea Breier für die Kapitel geschaffen hat, erzählt die Autorin auch von den Entstehungsprozessen selbst, der Unmittelbarkeit und Dringlichkeit mancher Gedanken und den Überraschungen, die einige Gedichte auch ihr selbst im Nachhinein bereiten.

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Otto Hans Ressler: Die Verleumdung20.11.2019

Eine Novelle mit einem Vorwort von Oliver Rathkolb.

„Ende des 19. Jahrhunderts wird ein jüdischer Industrieller von einem deutschnationalen Reichsratsabgeordneten beschuldigt, dem Heer unbrauchbar gemachte Gewehr-Schlösser zu liefern. Ziel dieser hochverräterischen Sabotage sei es, die k. u. k. Armee so zu schwächen, dass von Österreich-Ungarn aus die »jüdische Weltherrschaft« errichtet werden könne.

Der Industrielle klagt. Vor Gericht erweist sich bald, dass die Vorwürfe keinerlei Substanz haben. Doch der Reichsratsabgeordnete funktioniert die Gerichtsverhandlung in eine Wahlkampfveranstaltung um, in der er unter dem Jubel seiner Anhänger ein geheimbündlerisches Komplott der Juden heraufbeschwört.

Vieles, was in diesem Gerichtsverfahren behauptet wird, hört sich erschreckend vertraut an. In Begriffen wie »Weltjudentum«, »Finanzjudentum« und Chiffren wie »Ostküste« spukt dieses Gedankengut noch immer in den Köpfen viel zu vieler Leute herum. Offenbar konnte nicht einmal der Holocaust dem Irrsinn von der »jüdischen Weltverschwörung« ein Ende bereiten.“

(Quelle: Edition Splitter)

Im Gespräch mit Daniela Fürst erzählt der Autor nicht nur von der Entstehung des Buches, den zugrundeliegenden wahren Begebenheiten und seinen Beweggründe, sondern verweist deutlich auf die Aktualität der Geschehnisse was unsere Poltik und Gesellschaft betrifft.

Lesung von Marius Gabriel. Die Novelle ist in der Edition Splitter erschienen.

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Louise Werner, Verena Mermer (Hg.): „… aber mir hat der Marxismus besser gefallen!“10.10.2019

Erinnerungen 1931 bis 2001

„Louise Werners Leben beginnt mit einer Kindheit im Roten Wien und unter dem Austrofaschismus. Kurz vor ihrem zehnten Geburtstag muss sie die Machtergreifung der Nationalsozialisten miterleben. Ihr nach den Nürnberger Gesetzen jüdischer Vater, Angehöriger einer Widerstandsgruppe, wird 1944 im KZ Warschau ermordet. Als überzeugte Sozialistin kritisiert Werner die großen Versäumnisse nach der Befreiung. Sie sieht sich erneut mit autoritären Denk- und Handlungsmustern konfrontiert, mit den Auswirkungen rechter Männerbündelei und politischer Seilschaften auf das „Private“, auf Frauen und Kinder.
Louise Werners Autobiographie liest sich als Lehrbuch für konkrete Empörung. Nicht ein Distanzieren und Verachten wird nahe gelegt, sondern ein genaues Benennen und Bekämpfen dessen, was schief lief in der Zweiten Republik – im Hinblick auf die Rechte und Lebensentwürfe der in der NS-Zeit Zurückgesetzten und besonders der Frauen.“ (Quelle: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft)

Louise Werner (Pseudonym), geboren 1928 in Wien. Besuch des Konservatoriums, Studium der Geschichte. Tätigkeiten als Haushaltsarbeiterin, Geigerin, Sekretärin und Bibliothekarin. Verantwortliche für Kinder- und Jugendliteratur und Verfasserin von Rezensionen an der Städtischen Bücherei Wien. Louise Werner verstarb am 6. März 2018 in Wien.

Die Herausgeberin Verena Mermer im Gespräch mit Daniela Fürst. Sie erzählt über die Entstehungsgeschichte des Buches, die intensive Arbeit am Text und den generellen Umgang mit ZeitzeugInnenschaft und deren Bedeutung für die Gegenwart.

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Towander Flagg: Der Galgen fragt nicht, welcher Hals – ein Revulva Western26.06.2019

„Nebraska im Jahr 1872. Die Kopfgeldjägerin Annie Goodlick wird von einem Prediger beauftragt, sich auf die Suche nach einer Bankräuberin zu machen, die am Tod seiner Ehefrau Schuld trägt. Auf die Räuberin, die berüchtigte Revolverheldin Mary Dippin, ist für „tot oder lebendig“ ein Kopfgeld ausgesetzt, doch dem Prediger ist daran gelegen, dass Dippin lebend zurück nach Sioux City gebracht wird und einen fairen Prozess bekommt.
In der Sommerhitze des Mittleren Westens macht sich Annie auf den Weg, ohne zu ahnen, dass sich ihr Auftrag weitaus perfider entwickeln könnte als gedacht. Zwar dauert es dank ihrer Gewitztheit nicht lange, bis sie Mary Dippin gefangen nehmen kann, doch auf dem Weg über die Prärie nach Sioux City hat Annie schwer damit zu tun, ihren Auftrag zu erfüllen. Ihr Pferd lahmt, andere Kopfgeldjäger wollen sie ihrer Gefangenen berauben, Mary Dippins gesetzlose Kumpanen sind ihnen auf den Fersen und dann geht auch noch der Whiskey zur Neige.
Zudem erfährt Annie nach und nach, dass Dippin, die ihr inzwischen als gar kein so schlechter Mensch mehr erscheint, den Mord, für den sie hängen soll, gar nicht begangen haben will.“ (Quelle: http://www.querverlag.de)

Die Autorin Towander Flagg, alias Katja Langmaier, erzählt im Gespräch mit Daniela Fürst über ihre Intention und die Entstehungsgeschichte des Romans, der als Kurzgeschichte angelegt war und sich am Ende als Roman entpuppt hat. Weder ganz satirisch, noch reine Liebesgeschichte wirft der Westernroman Fragen rund um Gerechtigkeit, Patriarchat und Geschichtsdarstellung auf.

Katja Langmaiers Romandebüt ist im Querverlag erschienen.

Spezieller Dank gilt der Buchhandlung Stuwerbuch, die uns für das Interview das Lager bei ihnen aufschlagen lies und uns sogar  noch einen Drink spendierte…

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litonair: Finale 9th univie poetry slam16.06.2019

Auszug aus dem Finale des 9th univie poetry slams vom 15.6.2019.

Die vollständigen Mitschnitte der Vorrunde (https://cba.fro.at/409862) und des Finale (https://cba.fro.at/409866) sind ebenfalls im Archiv abrufbar.

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9th Univie Poetry Slam – Teil 2: Finale16.06.2019

Mitschnitt der Veranstaltung vom 15. Juni 2019 im Hof 2 des AKH Uni-Campus

Mitwirkende: Markus Köhle, Anna Babka, Peter Clar, Clara Felis, Resi Auer, Valentina, Paul, Käthl, Elena Sarto, Gazelle, Mieze Medusa, Somali Holztischseminar, Lee Weichsel

Link zu Teil 1: Vorrunde

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9th Univie Poetry Slam – Teil 1: Vorrunde16.06.2019

Mitschnitt der Veranstaltung vom 15. Juni 2019 im Hof 2 des AKH Uni-Campus

Mitwirkende: Markus Köhle, Anna Babka, Peter Clar, Clara Felis, Resi Auer, Valentina, Paul, Käthl, Elena Sarto, Gazelle, Mieze Medusa, Somali Holztischseminar, Lee Weichsel

Link zu Teil 2: Finale

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Ursula Kowanda-Yassin: Öko-Dschihad08.05.2019

Der grüne Islam – Beginn einer globalen Umweltbewegung.

Was bedeutet Öko-Islam, und kann man wirklich von einer globalen Bewegung sprechen? Inwiefern kann man aus dem Islam Handlungsanweisungen für ökologische Nachhaltigkeit ableiten? Kann ein „Öko-Islam“ neue Impulse setzen, damit sich die Musliminnen und Muslime weltweit mit ihrer Umwelt stärker identifizieren? Wie geht die muslimische Welt mit dem Thema Ökologie um? Was ist das Spezifische am Öko-Islam? Wann und wo entstanden die ersten Initiativen? Und wie leben Musliminnen und Muslime dieses neue Bewusstsein in ihrem Alltag? All diesen Fragen widmet sich das Buch von Ursula Kowanda-Yassin, das 2018 im Residenz Verlag erschienen ist. Das Buch bietet erstmals eine spannende Reise durch die mannigfaltige Welt muslimischer Nachhaltigkeitsbestrebungen. Dabei legt die Autorin ihren Fokus auf Nichtregierungsorganisationen, die von Muslime und Musliminnen aufgebaut wurden und deren Engagement aus dem Bemühen kommt, die eigene Religion zu leben und die Natur zu schützen.

Die Autorin im Gespräch mit Daniela Fürst. Das Buch ist im Residenz Verlag, in der Reihe „Leben auf Sicht“ erschienen.

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Klaudia Zotzmann-Koch: Literatur und Datenschutz06.02.2019

Die Autorin Klaudia Zotzmann-Koch ist auch Podcasterin, Aktivistin im Chaos Computer Club Wien (C3W) und Datenschutzexpertin. Im Gespräch mit Christian Berger gibt sie Einblick in ihre bisherigen Romane, den Literaturbetrieb und die Datenschutzproblematik beim kreativen Schreiben und recherchieren.

Weiterführende Informationen bietet ihr Weblog Vienna Writer’s Blog and Podcast oder der „Datenschutz Podcast

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Richard Schuberth: Narzissmus und Konformität. Selbstliebe als Illusion und Befreiung31.01.2019

Spätestens seit Donald Trumps Wahl ist Narzissmus als tadelnswerter Charakterzug wieder in aller Munde. Tatsächlich kennt zwar nicht jeder einen machthungrigen Manager, aber doch einen (ehemaligen) lieblosen Lebensabschnittspartner, auf den das Urteil unbedingt zutrifft: egoman, überheblich, unsozial. In seiner ebenso elegant wie angemessen polemisch verfassten Bestandsaufnahme nimmt Richard Schuberth unsere egozentrischen Lebenswelten in den Blick, vergisst dabei aber nicht das Sprechen über Narzissmus und dessen hochinteressante historische Genese. Kritikwürdiger als die Persönlichkeitsstörung scheint oft ihre Beurteilung: Wie kommt es, dass überaus gestrengen Kulturkritikern und abrechnungsfreudigen Psychologen die verfemte Extravaganz vor allem bei Frauen und Homosexuellen aufstieß? Wie ist es überhaupt um das Ideal einer Gesellschaft bestellt, in der man sich nichts herausnehmen soll? Die Kritik des Narzissmus erweist sich in der Konkurrenzgesellschaft als Einübung in den Konformismus und dieser selbst als Ausdruck eines kollektiven Narzissmus. So ist es umso wichtiger, gesunde Formen widerständiger Selbstliebe zu erproben, die den Pfau durchaus zum Maskottchen haben dürfen. So der Klappentext des Buches…

Der Autor Richard Schuberth im Gespräch mit Daniela Fürst.

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