Barbara Rieger (Hg.): Reigen Reloaded

Arthur Schnitzlers „Reigen“ wurde 1920 in Berlin uraufgeführt und löste einen der größten Theaterskandale des 20. Jahrhunderts aus. 100 Jahre später lädt Barbara Rieger zu einem kollaborativen Projekt: eine Adaption der zehn Reigen-Dialoge in Prosa. Fünf Autorinnen und fünf Autoren lassen sich von Schnitzlers Vorlage inspirieren, reagieren in einer Art Stille-Post-Verfahren auf die Episode der VorgängerIn und haben dabei nur eine Vorgabe: jeweils eine Figur für den nächsten Text am Leben zu lassen.

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Thomas Ballhausen: Transient

Ein Lyric Essay mit digitalen Zeichnungen von Elena Peytchinska.

„Mythologie trifft Science-Fiction, Lyrik trifft Künstlerische Forschung – »Transient« erzählt vom Ende einer großen Liebe in Zeiten des Untergangs. Thomas Ballhausen verwebt Antike, Pop und Philosophie zu einem rauschhaften Langgedicht über die Zumutungen menschlicher Existenz vor dem Hintergrund einer phantastischen, wüsten Wirklichkeit. Seine Modernisierung des »Alkestis«-Stoffes erzählt von Schuld, Schande und dem Wunsch nach Vergebung. Der vielschichtige, stark rhythmisierte Text wird von digitalen Zeichnungen der Künstlerin Elena Peytchinska ergänzt und begleitet.“ (Quelle: Edition Melos)

In Ballhausens alternativer Annäherung an die griechische Tragödie der Alkestis steht der Sterbende und Zurückgelassene im Zentrum und spricht über Verlust, Trauer, Vergebung und Verzeihung. Der Titel verweist dabei auf das vorübergehende Ereignis, das abhängig von der Perspektive unterschiedliche Positionen in Zeit und Raum einnehmen kann. Und nicht zuletzt ist das Essay wieder ein Stück künstlerischer Forschung, dass durch Verknüpfung von Text und Bild versucht, das wissenschaftstheoretische Spektrum zu erweitern. Thomas Ballhausen im Gespräch mit Daniela Fürst. Das Buch ist in der Edition Melos erschienen.

Programm Schwerpunkt Leipziger Buchmesse 2021 – Tag 1

Logo Leipziger BuchmesseAnlässlich der Leipziger Buchmesse, die von 27.-30.Mai 2021 digital stattfindet, präsentiert literadio ein tägliches Schwerpunktprogramm im Webradio:

TAG 1: Donnerstag 27.5.2021

13:00 Gerhard Ruiss lieber, liebste, liebes, liebstes Literaturedition NÖ
13:30 Claudia Tondl Klosterneuburg sagst du Literaturedition NÖ
14:00 Heinrich Breidenbach Achtung! Wortkeulen Edition Tandem
14:30 Topsy Küppers Nix wie Zores! edition a
15:00 Jürgen Kaizik Ich und der Andere Braumüller
15:30 Barbara Wimmer Hilfe, ich habe meine Privatsphäre aufgegeben! mitp (Verlag)
16:00 Herbert Dutzler Die Welt war eine Murmel Haymon
16:30 Albert Eibl: Carl Laszlo Ferien am Waldsee Das vergessene Buch
17:00 Rudi Burda Zweitzeuge des Widerstands Theodor Kramer Gesellschaft

Das ganze Schwerpunkt-Programm zur Leipziger Buchmesse 2021

Ondřej Cikán: Mein Liebling ist Gewölk

Kann zeitgenössische Dichtung Liebe und Zärtlichkeit ausdrücken? Sie kann. Kann zeitgenössische Dichtung Spaß machen? Sie kann. Denn die Muse verlangt nach Versen, die wahr sind wie das rastlose Meer, nahrhaft wie die Milchstraße und atemberaubend wie Tränen der Freude. Guten Morgen, Raserei! Guten Morgen, Finsternis!“ (Quelle: Kētos Verlag)

Es lebe der Musismus! In diesem abwechslungsreichen Band von Verleger und Altphilologe Ondřej Cikán – mit Liebesgedichten, zwei Zonengedichten (Lang-Gedichte) und zwei unterhaltsamen Liebes-Mikroromanen, die jeweils H.C. Artmann und Wolfgang Bauer gewidmet sind. Der Autor und Verleger im Gespräch mit Erika Preisel. Das Buch ist im Kētos Verlag erschienen.

Dietmar Krug: Von der Buntheit der Krähen

Thomas und Karl kehren nach langer Abwesenheit zufälligerweise gleichzeitig an die Stätte ihrer Kindheit zurück. Viel hat sich verändert, nicht aber ihre Positionen als Außenseiter der dörflichen Gesellschaft, ganz im Gegenteil. Mit großem Einfühlungsvermögen und scharfem Blick fürs Detail erzählt Dietmar Krug von Identitäten und ihrem Wandel, von inneren und äußeren Begegnungen.

Der Autor im Gespräch mit Herbert Gnauer. Das Buch ist im Otto Müller Verlag erschienen. Website Dietmar Krug

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Anton Tantner: Von Straßenlaternen und Wanderdünen

Anton Tantner präsentiert Miniaturen aus dem abseitigen Wien. Bekannt ist der Historiker Anton Tantner vor allem für seine Forschung zur Geschichte von Hausnummern und Adressen. Doch darüber hinaus faszinieren ihn seit jeher Eigentümlichkeiten aller Art. Insbesondere wenn die Grenze zwischen Ordnung und Unordnung berührt ist und Bezug zur Gegenwart besteht, erwacht sein Drang, der Sache auf den Grund zu gehen. 41 Beispiele sind nun in einem Band versammelt bei Mandelbaum erschienen.

Der Autor im Gespräch mit Herbert Gnauer. Das Buch ist im Mandelbaum Verlag erschienen. Website Anton Tantner

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