Michael Schmölzer: Die Befreiung Wiens

Cover: Theodor Kramer Verlag

Ein Gespräch mit dem Autor Michael Schmölzer über das 2020 im Theodor Kramer Verlag erschienene Buch „Die Befreiung Wiens – April 1945. Gespräche mit Überlebenden.“

Zum 75. Jahrestag der Befreiung Wiens durch die Rote Armee kommen 17 Frauen und Männer zu Wort, die während der Kämpfe 1945 in der Stadt waren und sich an die Ereignisse erinnern können. Sie waren noch Kinder oder Jugendliche und erlebten gemeinsam mit ihren Eltern die Bombenangriffe. Sie wurden als Kindersoldaten missbraucht und mussten den Schutt der zerbombten Häuser wegräumen. Was den einen Rettung vor der Bedrohung durch die Nationalsozialisten war, bedeutete für andere neue Gefahr. Es ist ein vielfältiges und in vielem auch neues Bild, das der Journalist und Autor und seine ZeitzeugInnen von den Ereignissen zeichnen.

Ergänzt werden die Berichte der Zeitzeugen durch kontextualisierende Einschübe mit historischen Fakten zu den letzten Kriegstagen und die damit zusammenhängenden über Generationen hinaus wirkenden Traumatisierungen.

Gast: Michael Schmölzer
Redaktion: Christian Berger
Verlag: Theodor Kramer

Rudi Burda: Geschichten aus dem Widerstand

Cover Rudi Burda Sandige Leiten, rote Saat  Th.Kramer VerlagIn seinem Roman verknüpft Rudi Burda die Erinnerungen seiner Eltern und ihrer GenossInnen aus dem antifaschistischen Widerstand rund um den Sandleiten Hof mit fiktiven Erzählungen, deren verbindendes Motiv die gelebte Solidarität unter schwierigsten Bedingungen ist.

Rudi Burda, Jahrgang 1951, Wiener Liedermacher, aufgewachsen in Ottakring und Hernals. war Lehrer, ist als „Zweitzeuge des Widerstands“, vorwiegend an Wiener Schulen unterwegs. (Theodor Kramer Verlag, Wien)

Im Gespräch mit Christian Berger erzählt er über die Entstehung des Buches, seine Arbeit als Zweitzeuge und Musiker. Zwei Lieder über den Widerstand rahmen das Gespräch.

Gast: Rudi Burda
Produktion: literadio-Christian Berger
Theodor Kramer Verlag

Gerhard Ruiss: Kanzlernachfolgegedichte 2006-2017

Cover KanzlernachfolgegedichteZur österreichischen Nationalratswahl erschienen im Herbst 2017 bei der Edition Aramo die Kanzlernachfolgegedichte von Gerhard Ruiss, Autor, Sänger, literarischer Interessenvertreter. Vor 12 Jahren veröffentlichte er die Kanzlergedichte. Die Kanzlernachfolgegedichte sind nicht nur ihre Fortsetzung, sie setzen auch einen Schlusspunkt hinter rund zwei Jahrzehnte literarischer Beobachtungen österreichischer und internationaler Spitzenpolitik. Der Autor hat sich dabei in die Rolle eines literarischen Korrespondenten versetzt, der zwar nicht unmittelbar, aber doch aktuell auf politische Ereignisse und gesellschaftliche Entwicklungen eingeht.

Christian Berger, literadio, spricht mit dem Autor über politische Sichtweisen, die sich in Lyrik manifestieren.

Christian Futscher: Wer einsam ist in der großen Stadt

Christian FutscherBuchcover präsentierte seine Erzählsammlung Wer einsam ist in der großen Stadt“, erschienen im Czernin-Verlag, am 16.11.2017 im Weinhaus Sittl in Wien. „In kurzen Texten und längeren Erzählungen nimmt Christian Futscher seine Leserinnen und Leser mit durch die Stadt und die Welt. Er verfasst Nachrufe, sucht mit seinen Protagonisten nach alten und neuen Freunden, Zipfelmützen und einem Nagelzwicker.“ (Czernin Verlag)

literadio war dabei und am besten hören Sie selbst:

Otto Tremetzberger: Die Unsichtbaren

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Foto: Limbus Verlag

Für die Sendereihe „Literadio on air“ führte Gabriele Kohlgruber ein Gespräch mit dem Autor Otto Tremetzberger über sein Buch „Die Unsichtbaren“ (Limbus Verlag).

„Ein Ich führt ein ganz gewöhnliches Leben, Beziehung, Büro, Freunde und Bekannte, man isst Paella mit Kaninchen, man feiert den Geburtstag eines Kollegen. Und doch scheint das Leben nicht echt, nicht wahr.
Menschen sehen aus wie Schauspieler, bewegen sich wie in Rollen, man kippt in Musikvideos, alle reden und reden und der Erzähler sieht nur die sich bewegenden Lippen, als sähe nur er die Wirklichkeit hinter den Fassaden. Etwas in seiner Wahrnehmung – oder überhaupt – stimmt hier nicht.
Da liegt eine Notiz auf seinem Schreibtisch: Du sollst K. anrufen! K., ein alter Freund, ist im Krankenhaus. Der Erzähler bricht auf, besucht den Freund in seiner Kindheitsstadt – die Zweifel lassen sich nicht mehr beiseitewischen: Was ist wahr und wichtig? Ist überhaupt etwas wichtig? Ein trübender Nebel liegt über allem, der immer weiter Rätsel freigibt, wenn er sich lüftet: Die Wirklichkeit könnte genauso gut eine Fototapete sein, deren Details man erkennen würde, käme man nur etwas näher heran …“ (Verlagswebseite)

 

Wilhelm Kuehs: Dianas Liste

cover_dianaslisteliteradio sprach mit dem Autor und Kulturwissenschafter Wilhelm Kuehs über sein Buch „Dianas Liste„, erschienen im Tyrolia Verlag.

„Ich wollte, dass geholfen werde, wo immer es möglich war“ (Diana Budisavljevic)
Sie rettete tausende Kinder aus den Konzentrationslagern der kroatischen Ustaša. Doch Diana Budisavljevic ist heute fast vergessen. Als Diana Obexer in Innsbruck geboren, ging sie der Liebe wegen nach Kroatien. Dort fand sie mitten im Grauen des Zweiten Weltkrieges ihre Bestimmung. Mit Mut, Beharrlichkeit und oft unter Lebensgefahr bewahrten Diana und ihre Helfer die  Kinder vor dem sicheren Tod in den Lagern. „Dianas Liste“ erzählt die Geschichte dieser außergewöhnlichen Heldin. (Verlagstext)

Das Grauen der massenhaften und kalkulierten Tötung von Menschen ist auch heute nicht verschwunden. Das Buch zeigt neben der Grausamkeit und dem wahnsinnigen Sadismus einzelner auch die politische Systematik, die dahinter steckt und erzählt von einer Frau, die sich trotz Repression und Lebensgefahr diesem System erfolgreich entgegenstellte.
Interview mit Kuehs:

Lesung Kuehs-Dianas Liste: