Martin Lechner: Der Irrweg

Sprachgewaltig, komisch und ausdrucksstark erzählt Martin Lechner die Geschichte von Lars, einem Schulabbrecher, der seinen Zivildienst in den Werkstätten einer Psychiatrie ableistet. Nur im „Brockwinkel“ findet Lars Zuflucht vor seiner Mutter, deren Übergriffe schlimmer sind als jeder tobende Patient. Hier begegnet Lars auch der Insassin Hanna, die ihn aus dem Nichts in die herrlichsten Handgreiflichkeiten verwickelt, deren Kompromisslosigkeit jedoch bald bedrohliche Ausmaße annimmt. Ist sie es, die das Auto des Werkstättenleiters abgefackelt hat? Und werden die Flammen ihrer Amour fou bald auch den durchs Leben stolpernden Lars verbrennen? Und kann, wer auf dem Irrweg ist, je zurückfinden in ein geordnetes Leben?“ (Quelle: Residenz Verlag)

Martin Lechners eigenes Großwerden mit Kinderzimmerfensterblick zur psychiatrischen Anstalt, in der auch sein Vater arbeitete und historische Figuren wie die des Phineas Gage, bilden die Grundlage für seinen neuen Roman über einen jungen Mann, der durch die Menschen und Geschehnisse um ihn droht sich völlig zu verlaufen…oder verhält es sich genau umgekehrt? Ein „abgründiges und lustvolles Verwirrspiel der Sonderklasse“ ist es tatsächlich und am Ende bleibt die Frage, wer sich denn nun auf dem Irrweg befindet.

Der Autor im Gespräch mit Daniela Fürst. Das Buch ist im Residenz Verlag erschienen.

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