Towander Flagg: Der Galgen fragt nicht, welcher Hals – ein Revulva Western

„Nebraska im Jahr 1872. Die Kopfgeldjägerin Annie Goodlick wird von einem Prediger beauftragt, sich auf die Suche nach einer Bankräuberin zu machen, die am Tod seiner Ehefrau Schuld trägt. Auf die Räuberin, die berüchtigte Revolverheldin Mary Dippin, ist für „tot oder lebendig“ ein Kopfgeld ausgesetzt, doch dem Prediger ist daran gelegen, dass Dippin lebend zurück nach Sioux City gebracht wird und einen fairen Prozess bekommt.
In der Sommerhitze des Mittleren Westens macht sich Annie auf den Weg, ohne zu ahnen, dass sich ihr Auftrag weitaus perfider entwickeln könnte als gedacht. Zwar dauert es dank ihrer Gewitztheit nicht lange, bis sie Mary Dippin gefangen nehmen kann, doch auf dem Weg über die Prärie nach Sioux City hat Annie schwer damit zu tun, ihren Auftrag zu erfüllen. Ihr Pferd lahmt, andere Kopfgeldjäger wollen sie ihrer Gefangenen berauben, Mary Dippins gesetzlose Kumpanen sind ihnen auf den Fersen und dann geht auch noch der Whiskey zur Neige. Zudem erfährt Annie nach und nach, dass Dippin, die ihr inzwischen als gar kein so schlechter Mensch mehr erscheint, den Mord, für den sie hängen soll, gar nicht begangen haben will.“ (Quelle: http://www.querverlag.de)

Die Autorin Towander Flagg, alias Katja Langmaier, erzählt im Gespräch mit Daniela Fürst über ihre Intention und die Entstehungsgeschichte des Romans, der als Kurzgeschichte angelegt war und sich am Ende als Roman entpuppt hat. Weder ganz satirisch, noch reine Liebesgeschichte wirft der Westernroman Fragen rund um Gertechtigkeit, Patriarchat und Geschichtsedarstellung auf.

Katja Langmaiers Romandebüt ist im Querverlag erschienen.

Spezieller Dank gilt der Buchhandlung Stuwerbuch, die uns für das Interview das Lager bei ihnen aufschlagen lies und uns sogar noch einen Drink spendierte…

Ursula Kowanda-Yassin: Öko-Dschihad

Der grüne Islam – Beginn einer globalen Umweltbewegung.

Was bedeutet Öko-Islam, und kann man wirklich von einer globalen Bewegung sprechen? Inwiefern kann man aus dem Islam Handlungsanweisungen für ökologische Nachhaltigkeit ableiten? Kann ein “Öko-Islam” neue Impulse setzen, damit sich die Musliminnen und Muslime weltweit mit ihrer Umwelt stärker identifizieren? Wie geht die muslimische Welt mit dem Thema Ökologie um? Was ist das Spezifische am Öko-Islam? Wann und wo entstanden die ersten Initiativen? Und wie leben Musliminnen und Muslime dieses neue Bewusstsein in ihrem Alltag? All diesen Fragen widmet sich das Buch von Ursula Kowanda-Yassin, das 2018 im Residenz Verlag erschienen ist. Das Buch bietet erstmals eine spannende Reise durch die mannigfaltige Welt muslimischer Nachhaltigkeitsbestrebungen. Dabei legt die Autorin ihren Fokus auf Nichtregierungsorganisationen, die von Muslime und Musliminnen aufgebaut wurden und deren Engagement aus dem Bemühen kommt, die eigene Religion zu leben und die Natur zu schützen.

Die Autorin im Gespräch mit Daniela Fürst. Das Buch ist im Residenz Verlag, in der Reihe “Leben auf Sicht” erschienen.

Preis der Leipziger Buchmesse 2019 geht an Anke Stelling

Ihr 2018 erschienener Roman “Schäfchen im Trockenen” wurde in der Kategorie Belletristik als bestes Buch ausgezeichnet.

Die Jurybegründung: “In Anke Stellings Roman einer Aufsteigerin werden die starken Affekte – Wut, Zorn, Stolz – literarisch produktiv. Im Rückblick auf verlorene Illusionen entsteht eine verstörend uneindeutige, scharf belichtete Momentaufnahme der Gegenwart.”

Der bereits zum 15. Mal verliehene Preis der Leipziger Buchmesse zählt zu den wichtigsten Literaturauszeichnungen in Deutschland.

Wir gratulieren der Autorin und dem Verbrecher Verlag!

 

 

literadio durfte Anke Stelling mit “Schäfchen im Trockenen” bereits auf der Frankfurter Buchmesse 2018 als Gast begrüßen. Die Autorin im Gespräch mit Daniela Fürst.

Lyrikpreis MERAN 2020 – Einladung zur Einreichung

Im kommenden Jahr findet der traditionsreiche Lyrikpreis Meran zum 15. Mal statt, in diesem Jahr wird er im gesamten deutschsprachigen Raum ausgeschrieben.

Katrin Klotz (Planungsteam) und Mag. Robert Huez (Komitee Lyrikpreis Meran) laden alle Interessierten dazu ein, bis zum 31. Juli 2019 ihre Beiträge von 10 unveröffentlichten Gedichten in fünffacher Ausführung per Post oder E-Mail einzusenden: Lyrikpreis Meran, Hofmannplatz 2, 39011 Lana, Italien / katrin.klotz@lyrikpreis-meran.org

Teilnahmeberechtigt sind alle Deutsch schreibenden Autorinnen und Autoren, die wenigstens einen eigenständigen Lyrik- oder Prosaband in einem Verlag (kein Eigenverlag) veröffentlicht haben.

Vom 14. – 16. Mai 2020 werden die neun nominierte Dichterinnen und Dichter vor einer Jury (Thorsten Ahrend, Urs Allemann, Ulrike Draesner, Konstanze Fliedl und Paul Jandl) ihre eingesandten Gedichte vortragen und dem öffentlichen Gespräch im Pavillon des Fleurs anbieten. Aus diesen werden die Preisträgerinnen und Preisträger ermittelt.

Alle weiteren Details und Einreichbedingungen sind auf www.lyrikpreis-meran.org nachzulesen.

Das war das diesjährige Programm der Leipziger Buchmesse 2019

Immer sind wir überall, bei der Sache, in der Kunst, egal ob Lust oder Pflicht. Ob als Menschenfeindin an der Mauer zum Paradies, oder als Schundfaktor, der uns ein Kashmirgefühl bereitet. Nimm den Autobus Ultima Speranza oder bekomm dein Geld zurück. Wenn der Schwedenreiter im eisernene Hemd mit revolutionärem Elan (Oh Clara) im ewigen Eis verschollen geht. An guten Tagen mit Schiff oder Schornstein, auch wenn wir gar nichts kommen sahen, zurück in die erste Stadt oder alles auf Anfang! Der Onkel Franz erzählt vom tiefen Staat oder der Welt in der Welt. Fern der Digitalisierung ohne Grundeinkommen in Großmutters Haus, da treffen sich die Ladies voll Lust und Leidenschaft. Über dem Meer in Bixleys Hilfsschule kommt die Zeit der Häutung und das Manuskript beweist, wir lesen weltoffen oder fahren mit dem Elektroauto in die Sackgasse. Und da sagte Mutter: „Halt den Mund“ und dann starb sie…

Dazu kamen Aufzeichnungen von Diskussionsveranstaltungen der Initiative #verlagegegenrechts.

Das war das diesjährige Programm der Leipziger Buchmesse 2019 und wir sagen „Ahoj!