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lit on air 11-17: Christian Futscher- Wer einsam ist in der großen Stadt19.11.2017

Christian FutscherBuchcover präsentierte seine Erzählsammlung Wer einsam ist in der großen Stadt“, erschienen im Czernin-Verlag, am 16.11.2017 im Weinhaus Sittl in Wien. „In kurzen Texten und längeren Erzählungen nimmt Christian Futscher seine Leserinnen und Leser mit durch die Stadt und die Welt. Er verfasst Nachrufe, sucht mit seinen Protagonisten nach alten und neuen Freunden, Zipfelmützen und einem Nagelzwicker.“ (Czernin Verlag)

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literadio on air 9-17: Otto Tremetzberger – Die Unsichtbaren18.08.2017

Otto Tremetzberger: Die Unsichtbaren (Limbus Verlag) – Ein Gespräch mit dem Autor

„Ein Ich führt ein ganz gewöhnliches Leben, Beziehung, Büro, Freunde und Bekannte, man isst Paella mit Kaninchen, man feiert den Geburtstag eines Kollegen. Und doch scheint das Leben nicht echt, nicht wahr.
Menschen sehen aus wie Schauspieler, bewegen sich wie in Rollen, man kippt in Musikvideos, alle reden und reden und der Erzähler sieht nur die sich bewegenden Lippen, als sähe nur er die Wirklichkeit hinter den Fassaden. Etwas in seiner Wahrnehmung – oder überhaupt – stimmt hier nicht.
Da liegt eine Notiz auf seinem Schreibtisch: Du sollst K. anrufen! K., ein alter Freund, ist im Krankenhaus. Der Erzähler bricht auf, besucht den Freund in seiner Kindheitsstadt – die Zweifel lassen sich nicht mehr beiseitewischen: Was ist wahr und wichtig? Ist überhaupt etwas wichtig? Ein trübender Nebel liegt über allem, der immer weiter Rätsel freigibt, wenn er sich lüftet: Die Wirklichkeit könnte genauso gut eine Fototapete sein, deren Details man erkennen würde, käme man nur etwas näher heran …“ (Verlagswebseite)

Das Gespräch führte Gabriele Kohlgruber.
Redaktion: Christian Berger

 

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Lesung Wilhelm Kuehs: Dianas Liste06.08.2017

Aufzeichnung der Lesung von Wilhelm Kuehs am 26.5.2017 in Wien. Der Autor stellt sein Buch  „Dianas Liste„, erschienen im Tyrolia Verlag, vor und liest Auszüge.

„Ich wollte, dass geholfen werde, wo immer es möglich war“ (Diana Budisavljevic)
Sie rettete tausende Kinder aus den Konzentrationslagern der kroatischen Ustaša. Doch Diana Budisavljevic ist heute fast vergessen. Als Diana Obexer in Innsbruck geboren, ging sie der Liebe wegen nach Kroatien. Dort fand sie mitten im Grauen des Zweiten Weltkrieges ihre Bestimmung. Mit Mut, Beharrlichkeit und oft unter Lebensgefahr bewahrten Diana und ihre Helfer die  Kinder vor dem sicheren Tod in den Lagern. „Dianas Liste“ erzählt die Geschichte dieser außergewöhnlichen Heldin. (Verlagstext)

Das Grauen der massenhaften und kalkulierten Tötung von Menschen ist auch heute nicht verschwunden. Das Buch zeigt neben der Grausamkeit und dem wahnsinnigen Sadismus einzelner auch die politische Systematik, die dahinter steckt und erzählt von einer Frau, die sich trotz Repression und Lebensgefahr diesem System erfolgreich entgegenstellte. Ein Interview mit dem Autor ist hier nachzulesen: litonair 8-17: Wilhelm Kuehs – Dianas Liste

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litonair 8-17: Wilhelm Kuehs – Dianas Liste06.08.2017

literadio sprach mit dem Autor und Kulturwissenschafter Wilhelm Kuehs über sein Buch „Dianas Liste„, erschienen im Tyrolia Verlag.

„Ich wollte, dass geholfen werde, wo immer es möglich war“ (Diana Budisavljevic)
Sie rettete tausende Kinder aus den Konzentrationslagern der kroatischen Ustaša. Doch Diana Budisavljevic ist heute fast vergessen. Als Diana Obexer in Innsbruck geboren, ging sie der Liebe wegen nach Kroatien. Dort fand sie mitten im Grauen des Zweiten Weltkrieges ihre Bestimmung. Mit Mut, Beharrlichkeit und oft unter Lebensgefahr bewahrten Diana und ihre Helfer die  Kinder vor dem sicheren Tod in den Lagern. „Dianas Liste“ erzählt die Geschichte dieser außergewöhnlichen Heldin. (Verlagstext)

Das Grauen der massenhaften und kalkulierten Tötung von Menschen ist auch heute nicht verschwunden. Das Buch zeigt neben der Grausamkeit und dem wahnsinnigen Sadismus einzelner auch die politische Systematik, die dahinter steckt und erzählt von einer Frau, die sich trotz Repression und Lebensgefahr diesem System erfolgreich entgegenstellte.

Interviewpartner; Wilhelm Kuehs
Redaktion/Interview: Christian Berger

Verlag: Tyrolia

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Schlierbach 2016 – Schlusskapitel in der Jausenstation Zeisel09.07.2017

Die letzte Sendung vom dritten OÖ Literaturfestival in Schlierbach übertrug Radio B138 live von der Jausenstation Zeisel. Zu hören sind in der Reihenfolg ihres Erscheinens Herbert Gnauer, Gerhard Stiftinger, Elisabeth Kumpel, Christian Berger, Martin Amanshauser, Christoph Radinger, Stefanie Sargnagel und Elisabeth Neubacher.

Website Radio B138
Website Literarische Nahversorger

Lizenz: (CC) 2016 BY-NC-SA V3.0 AT

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7th univie.slam.poetrie „grenzenlos“18.06.2017

Aufzeichnung des 7th univie.slam.poetrie „grenzenlos“ vom 10.6.2017 im  Arkadenhof der Universität Wien.

Gewinner: Kirmes Hanoi (1), Stefan Lotter (2), Sabine Sobotka (3)

Moderation: Markus Köhle
Aufzeichnung: Herbert Gnauer

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litonair 7-17: Simone Hirth – LIED ÜBER DIE GEEIGNETE STELLE FÜR EINE NOTUNTERKUNFT08.06.2017

Eine junge Frau, Mitte 20, sitzt nach dem Abriss ihres Elternhauses im Schutt und versucht einen Wiederaufbau. Wie besessen räumt und schleppt sie das Vergangene in ihre Notunterkunft. Dabei entsteht nicht nur eine solide Bleibe, sondern auch ein Gegenmodell zur gesellschaftlichen Norm.

Im ersten Roman lotet Simone Hirth die Grenzen des literarisch Möglichen aus und trifft so auf das Eigentliche. Zynismus verkehrt sich in Galgenhumor. Ein Buch mit nicht allzu leiser Kritik an der Konsumgesellschaft und jenen, die eigentlich anders leben wollen und erst wieder ein Etikett dafür brauchen.

Simone Hirth im Gespräch mit Daniela Fürst über die Facetten des Buches, ihre Art das Thema aufzuschreiben, und ein Abgleich mit der realen Welt und ihren Blick darauf.

Das Buch ist im Verlag Kremayr & Scheriau erschienen.

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4. ph.slam: Sebastian Kokesch02.06.2017

Aufzeichnung des 4. ph.slam, 31.5.2017 an der Pädagogischen Hochschule Wien.
Slam Poet: Sebastian Kokesch

Moderation: Mieze Medusa
Redaktion: Christian Berger
Organisation: Sabine Sobotka, Peter Clar

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4.ph.slam – 31.5.2017 – alle Slam Poets02.06.2017

Aufzeichnung des 4. ph.slam, 31.5.2017 an der Pädagogischen Hochschule Wien.
Slam Poets: Avus Saliva, Ksafa, Sebastian Kokesch, Sarah-Anna Fernbach, Sabine Sobotka, Darling

Moderation: Mieze Medusa
Redaktion: Christian Berger
Organisation: Sabine Sobotka, Peter Clar

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4. ph.slam: Darling02.06.2017

Aufzeichnung des 4. ph.slam, 31.5.2017 an der Pädagogischen Hochschule Wien.
Slam Poet: Darling

Moderation: Mieze Medusa
Redaktion: Christian Berger
Organisation: Sabine Sobotka, Peter Clar

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4. ph.slam: Sarah – Anna Fernbach02.06.2017

Aufzeichnung des 4. ph.slam, 31.5.2017 an der Pädagogischen Hochschule Wien.
Slam Poet: Sarah Anna Fernbach

Moderation: Mieze Medusa
Redaktion: Christian Berger
Organisation: Sabine Sobotka, Peter Clar

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4. ph.slam: Sabine Sobotka02.06.2017

Aufzeichnung des 4. ph.slam, 31.5.2017 an der Pädagogischen Hochschule Wien.
Slam Poet: Sabine Sobotka

Moderation: Mieze Medusa
Redaktion: Christian Berger
Organisation: Sabine Sobotka, Peter Clar

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4.ph.slam 2017: Ksafa02.06.2017

Aufzeichnung des 4. ph.slam, 31.5.2017 an der Pädagogischen Hochschule Wien.
Slam Poet: Ksafa

Moderation: Mieze Medusa
Redaktion: Christian Berger
Organisation: Sabine Sobotka, Peter Clar

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4.ph.slam 2017: Mieze Medusa02.06.2017

Aufzeichnung des 4. ph.slam, 31.5.2017 an der Pädagogischen Hochschule Wien.
Slam Poet: Mieze Medusa – Opferlammtext

Moderation: Mieze Medusa
Redaktion: Christian Berger
Organisation: Sabine Sobotka, Peter Clar

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4.ph.slam 2017: Avus Saliva02.06.2017

Aufzeichnung des 4. ph.slam, 31.5.2017 an der Pädagogischen Hochschule Wien.
Slam Poet: Avus Saliva

Moderation: Mieze Medusa
Redaktion: Christian Berger
Organisation: Sabine Sobotka, Peter Clar

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litonair 6-17: Stefan Soder – Simonhof24.05.2017

In seinem zweiten Roman SIMONHOF erzählt Stefan Soder über Generationen eine Familiengeschichte.

Ein Bergbauernhof in den Alpen. Hoch oben, abgelegen, weitgehend autark, scheinbar kaum verbunden mit der großen Geschichte und doch voller Erzählungen, in denen sich die bedeutenden Veränderungen in der Lebenswelt von vier Generationen widerspiegeln. In Zeiten bitterer Armut wird eine Alm vom ersten Simonbauer am Kartentisch erobert und mit Geschick und Beharrlichkeit zum Bauernhof ausgebaut. Später, am Rande des Zweiten Weltkrieges, wächst der Simonhof, die Pflichtkontingente werden mithilfe von Zwangsarbeitern erfüllt. In den 1970er-Jahren bringen technischer Fortschritt und der Fremdenverkehr, der anderswo Bauerndörfer zu mondänen Treffpunkten der besseren Gesellschaft macht, einen Wohlstandsschub. Der Fortschritt lässt sich von manchem Sturkopf bremsen, aber nicht aufhalten und so steht der letzte der Simonbauern vor den Herausforderungen eines Tourismusindustriellen. So strebt jede Generation nach einer besseren Zukunft. Für Soder ist es auch die Suche nach den Spuren einer Herkunft, erzählt mit der Distanziertheit einer Außenstehenden und der vertrauten Intimität einer Angehörigen.

Der Roman Simonhof ist im Braumüller Verlag erschienen. Stefan Soder im Gespräch mit Daniela Fürst.

 

Musik: осоле by Kosta T

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lit on air: Neu Lyrik aus Österreich 2017 – Teil 202.05.2017

Aufzeichnung der Buchpräsentation aus der Reihe „Neue Lyrik aus Österreich“ in der Österreichischen Gesellschaft für Literatur vom 7.3.2017.

Es lesen:

Thomas Ballhausen: »Mit verstellter Stimme. Ein poem murder mystery aus früheren Tagen«
Semier Insayif: »über zeugungen. Gedichte«

Moderation: Sylvia Treudl

Redaktion: Christian Berger

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lit on air 5-17: Neue Lyrik aus Österreich 2017 Teil 101.05.2017

Aufzeichnung der Buchpräsentation aus der Reihe „Neue Lyrik aus Österreich“ in der Österreichischen Gesellschaft für Literatur vom 7.3.2017.

Es lesen:

Christian Teissl: »Stadtauswärts. Gedichte«
Renate Aichinger: »endeln. #lürix«

Moderation: Sylvia Treudl

Redaktion: Christian Berger

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Robert Foltin: Die Rote Garde in Wien19.04.2017

Im Herbst 1918 zerbricht die Donaumonarchie. Armee und staatliche Institutionen des Reiches ze
rfallen. Anfang November wird in Wien die Rote Garde gegruendet um das Proletariat vor der Rea
ktion zu schuetzen. In dieser Situation wird der Reaktionaer und Antisemit Hauptmann Otto Reinsfeld umgebracht. Jakob soll der Moerder sein….
„Die Rote Garde in Wien“ ist eine Fortsetzung von „Herbst 1918, ein Anfang“.

Beide Bücher sind im Eigenverlag erschienen.

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Text fetzt 2017 – Wiener Schul Poetry Slam12.04.2017

Aufzeichnung des im Rahmen der Veranstaltung „Text fetzt 2017″ am 6.4.2017  an der Pädagogische Hochschule Wien abgehaltenen zweiten „Wiener Schul-Poetry Slam“.

Moderation: Mieze Medusa

Redaktion: Christian Berger

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Text fetzt 2017: Rudolf Schuppler07.04.2017

Aufzeichnung vom 6.4.2017 an der Pädagogischen Hochschule Wien.

Im Rahmen von „Text fetzt“ präsentierte Rudolf Schuppler sein Buch „Weltgeschichte in Geschichten“.

Moderation: Daniela Fürst

Technik: Herbert Gnauer, Dietmar Werluschnig

Redaktion: Christian Berger

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Text fetzt 2017 – Christian Futscher07.04.2017

Aufzeichnung vom 6.4.2017 an der Pädagogischen Hochschule Wien.

Im Rahmen von „Text fetzt“ präsentierte Christian Futscher sein Buch „Ich habe keinen Fogel!“.

Moderation: Daniela Fürst

Technik: Herbert Gnauer, Dietmar Werluschnig

Redaktion: Christian Berger

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lit on air 2-17: Reiner Tiefenbacher /Taner Türker: Bombenstimmung im Hamsterrad21.02.2017

Auszüge der Aufzeichnung der Veranstaltung von Reiner Tiefenbacher (Text/Vortrag) und Taner Türker (Cello) aus dem Arkadensaal Langenlois vom 17.2.2017.

Veranstalter: LaKult

Warum ist der Glaube an die Reinkarnation gerade für die Lemminge so gefährlich, warum ist das Konzept des Himmlischen Paradieses bei den Christen nicht so ausgereift wie bei den Anhängern des Urknalls? Warum ist die Liebe nur theoretisch weniger gefährlich als die Atombombe? Warum müssen die Hamster jedes Jahr ein bisschen schneller rotieren, warum erkennt man die Bildkunst, wieso wird es immer wärmer und warum wird sich der Abstrakte Expressionismus noch das letzte Marktsegment der Heiligenbilder unter den Nagel reißen? Wie funktioniert Telefonsex, wer hat den Urknall geschaffen und warum herrscht trotzdem so eine Bombenstimmung im Hamsterrad?
Das sind die Fragen, die uns alle umtreiben – die müssen in den zwei Stunden geklärt werden.
Gottseidank ist Taner Türker mit von der Partie. mit Cello und Djembe stellt er von Anfang an die gelassenste musikalische Atmosphäre her, zwischen Leichtigkeit und bitterer Süße, seine Musik ist das Einzige worauf man sich verlassen kann – als Kontrapunkt, als Begleitung, im Solo holt er immer wieder im geeigneten Augenblick das wilde assoziative Querfeldein eines zornigen alten Mannes auf den Boden musikalischer Realität zurück und gibt dem Programm einen Klangrahmen, den es dringend braucht, damit es nicht in ein Chaos zerfällt, das der wirklichen Welt gleichen würde.

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Reiner Tiefenbacher / Taner Türker: Bombenstimmung im Hamsterrad – Teil 221.02.2017

Teil 2 der Aufzeichnung der Veranstaltung von Reiner Tiefenbacher (Text/Vortrag) und Taner Türker (Cello) aus dem Arkadensaal Langenlois vom 17.2.2017.

Veranstalter: LaKult

Warum ist der Glaube an die Reinkarnation gerade für die Lemminge so gefährlich, warum ist das Konzept des Himmlischen Paradieses bei den Christen nicht so ausgereift wie bei den Anhängern des Urknalls? Warum ist die Liebe nur theoretisch weniger gefährlich als die Atombombe? Warum müssen die Hamster jedes Jahr ein bisschen schneller rotieren, warum erkennt man die Bildkunst, wieso wird es immer wärmer und warum wird sich der Abstrakte Expressionismus noch das letzte Marktsegment der Heiligenbilder unter den Nagel reißen? Wie funktioniert Telefonsex, wer hat den Urknall geschaffen und warum herrscht trotzdem so eine Bombenstimmung im Hamsterrad?
Das sind die Fragen, die uns alle umtreiben – die müssen in den zwei Stunden geklärt werden.
Gottseidank ist Taner Türker mit von der Partie. mit Cello und Djembe stellt er von Anfang an die gelassenste musikalische Atmosphäre her, zwischen Leichtigkeit und bitterer Süße, seine Musik ist das Einzige worauf man sich verlassen kann – als Kontrapunkt, als Begleitung, im Solo holt er immer wieder im geeigneten Augenblick das wilde assoziative Querfeldein eines zornigen alten Mannes auf den Boden musikalischer Realität zurück und gibt dem Programm einen Klangrahmen, den es dringend braucht, damit es nicht in ein Chaos zerfällt, das der wirklichen Welt gleichen würde.

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Reiner Tiefenbacher /Taner Türker: Bombenstimmung im Hamsterrad – Teil 121.02.2017

Teil 1 der Aufzeichnung der Veranstaltung von Reiner Tiefenbacher (Text/Vortrag) und Taner Türker (Cello) aus dem Arkadensaal Langenlois vom 17.2.2017.

Veranstalter: LaKult

Warum ist der Glaube an die Reinkarnation gerade für die Lemminge so gefährlich, warum ist das Konzept des Himmlischen Paradieses bei den Christen nicht so ausgereift wie bei den Anhängern des Urknalls? Warum ist die Liebe nur theoretisch weniger gefährlich als die Atombombe? Warum müssen die Hamster jedes Jahr ein bisschen schneller rotieren, warum erkennt man die Bildkunst, wieso wird es immer wärmer und warum wird sich der Abstrakte Expressionismus noch das letzte Marktsegment der Heiligenbilder unter den Nagel reißen? Wie funktioniert Telefonsex, wer hat den Urknall geschaffen und warum herrscht trotzdem so eine Bombenstimmung im Hamsterrad?
Das sind die Fragen, die uns alle umtreiben – die müssen in den zwei Stunden geklärt werden.
Gottseidank ist Taner Türker mit von der Partie. mit Cello und Djembe stellt er von Anfang an die gelassenste musikalische Atmosphäre her, zwischen Leichtigkeit und bitterer Süße, seine Musik ist das Einzige worauf man sich verlassen kann – als Kontrapunkt, als Begleitung, im Solo holt er immer wieder im geeigneten Augenblick das wilde assoziative Querfeldein eines zornigen alten Mannes auf den Boden musikalischer Realität zurück und gibt dem Programm einen Klangrahmen, den es dringend braucht, damit es nicht in ein Chaos zerfällt, das der wirklichen Welt gleichen würde.

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