Fasching – gar nicht lustig

Cover des BuchesLeseproben und Interview mit dem Autor Wilhelm Kuehs. “Wer zuletzt lacht” (Haymon Verlag) heißt sein 2. Kriminalroman, der Einblicke in die Villacher Faschingskultur  bietet und sich mit der anwachsenden Bordellwirtschaft in Kärnten beschäftigt. Im Interview erläutert der Autor, was am Villacher Fasching so gar nicht lustig ist und welche Aufgabe Bordelle in unserer Gesellschaft spielen. Spannende Geschichte auf Basis von gut recherchierten Fakten.

Zum Nachhören:

litonair 8-15: Hakenkreuze im Salzburger Land

Rudolf Leo, Historiker und Journalist, beschreibt in seinen bisher zwei vorliegenden Büchern “Pinzgau unter dem Hakenkreuz” und “Bruck unter dem Hakenkreuz”, beide erschienen im Otto Müller Verlag, die regionale und lokale Geschichte während der NS Zeit. Als präziser Beobachter durchwühlt er Akten, befragt Zeitzeugen und macht die Geschichte durch persönliche Geschichten lebendig. Manchmal stockt innerlich der Lesefluss ob der Originaltexte und deren Inhalt. Gleichzeitig macht sich Erleichterung breit, wenn auch dunkle Bereiche der Vergangenheit mit der Taschenlampe von Rudi Leo ausgeleuchtet werden. Widerstand und Denunziation, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Desertation werden zu Geschichten der Täter und der Opfer.
literadio hat mit dem Autor gesprochen:

“fost-viecha” in Schiltern

Andread nastl - Wolfgang Kühn“fost-viecha” heißt das neue Buch von Andreas Nastl und Wolfgang Kühn, erschienen im Stahoat-Verlag im Juni 2015.  Die beiden Autoren stellten die Publikation im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Kultur in Langenloiser Höfen” am 26.6.2015 in Schiltern vor.

Die literarische Reise durch die gleichwohl vielfältige wie unbekannte Welt der „fostviecha“ begleiteten Irmi Drexler (Violine) und Kerstin Kargl (Akkordeon) mit bezaubernden Melodien aus der musikalischen Vielfalt Europas.

literadio war mit dabei und hat die Veranstaltung aufgezeichnet. Viel Spaß beim Nachhören:

Christian Zillner: Spiegelfeld

foto: literaturfestival.hard.at

literadio war zu Gast im Atelier beim Maler, Schreiber und Magazineur Christian Zillner. Der Anlass war mit ihm über sein auf 11 Bände konzipiertes Versepos “Spiegelfeld” zu reden. 7 Bände sind bisher im Verlag Dornröschen erschienen.

Eine Mischung aus belegter Geschichte und Fiktion bildet die Basis dieses “österreichischen Nationalepos” entlang dem real existierenden Adelsgeschlechts der “Spiegelfelds”, das jedoch erst seit dem 18. Jht. dokumentiert ist, während Zillners Lyrikbände mit Einblicken in die Geschichte Österreichs schon um 900 startet. Wer jedoch hier ein trockenes, altbackenes Monumentalepos erwartet, wird enttäuscht. Es ist vielmehr eine Ode an die Sprache(n) und eine Malerei mit Worten für bibliophile Menschen. Zillner plädiert für lautes Lesen, wie es früher einmal üblich war. Wer die “Spiegelfeld”-Bände leise in sich hinein liest, dem bleibt ev. manches verborgen. Viel besser könnte sich Zillner vorstellen, dass die Verse im Fußballstadion “hinausgebrüllt” würden.

Redaktion: Christian Berger
Verlag: Dornröschen

litonair 12-14:Isabella Breier – Allerseelenauftrieb

Vier Frauen, Milena, Melike, Maja und Mavie, deren Leben Isabella Breier in ihrem 2013 erschienenen Roman zeitlich und räumlich verschränkt erzählt. Geschichten über Beziehungen, Probleme und Traumata – ein feministischer Roman, wie die Autorin selbst betont. Erschienen ist das Buch im Mitter Verlag.

Daniela Fürst im Gespräch mit Isabella Breier.