Otto Tremetzberger: Die Unsichtbaren

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Foto: Limbus Verlag

Für die Sendereihe “Literadio on air” führte Gabriele Kohlgruber ein Gespräch mit dem Autor Otto Tremetzberger über sein Buch “Die Unsichtbaren” (Limbus Verlag).

„Ein Ich führt ein ganz gewöhnliches Leben, Beziehung, Büro, Freunde und Bekannte, man isst Paella mit Kaninchen, man feiert den Geburtstag eines Kollegen. Und doch scheint das Leben nicht echt, nicht wahr.
Menschen sehen aus wie Schauspieler, bewegen sich wie in Rollen, man kippt in Musikvideos, alle reden und reden und der Erzähler sieht nur die sich bewegenden Lippen, als sähe nur er die Wirklichkeit hinter den Fassaden. Etwas in seiner Wahrnehmung – oder überhaupt – stimmt hier nicht.
Da liegt eine Notiz auf seinem Schreibtisch: Du sollst K. anrufen! K., ein alter Freund, ist im Krankenhaus. Der Erzähler bricht auf, besucht den Freund in seiner Kindheitsstadt – die Zweifel lassen sich nicht mehr beiseitewischen: Was ist wahr und wichtig? Ist überhaupt etwas wichtig? Ein trübender Nebel liegt über allem, der immer weiter Rätsel freigibt, wenn er sich lüftet: Die Wirklichkeit könnte genauso gut eine Fototapete sein, deren Details man erkennen würde, käme man nur etwas näher heran …“ (Verlagswebseite)

 

Wilhelm Kuehs: Dianas Liste

cover_dianaslisteliteradio sprach mit dem Autor und Kulturwissenschafter Wilhelm Kuehs über sein Buch “Dianas Liste“, erschienen im Tyrolia Verlag.

„Ich wollte, dass geholfen werde, wo immer es möglich war“ (Diana Budisavljevic)
Sie rettete tausende Kinder aus den Konzentrationslagern der kroatischen Ustaša. Doch Diana Budisavljevic ist heute fast vergessen. Als Diana Obexer in Innsbruck geboren, ging sie der Liebe wegen nach Kroatien. Dort fand sie mitten im Grauen des Zweiten Weltkrieges ihre Bestimmung. Mit Mut, Beharrlichkeit und oft unter Lebensgefahr bewahrten Diana und ihre Helfer die  Kinder vor dem sicheren Tod in den Lagern. „Dianas Liste“ erzählt die Geschichte dieser außergewöhnlichen Heldin. (Verlagstext)

Das Grauen der massenhaften und kalkulierten Tötung von Menschen ist auch heute nicht verschwunden. Das Buch zeigt neben der Grausamkeit und dem wahnsinnigen Sadismus einzelner auch die politische Systematik, die dahinter steckt und erzählt von einer Frau, die sich trotz Repression und Lebensgefahr diesem System erfolgreich entgegenstellte.
Interview mit Kuehs:

Lesung Kuehs-Dianas Liste:

Simone Hirth – LIED ÜBER DIE GEEIGNETE STELLE FÜR EINE NOTUNTERKUNFT

Buchcover

Eine junge Frau, Mitte 20, sitzt nach dem Abriss ihres Elternhauses im Schutt und versucht einen Wiederaufbau. Wie besessen räumt und schleppt sie das Vergangene in ihre Notunterkunft. Dabei entsteht nicht nur eine solide Bleibe, sondern auch ein Gegenmodell zur gesellschaftlichen Norm.

Im ersten Roman lotet Simone Hirth die Grenzen des literarisch Möglichen aus und trifft so auf das Eigentliche. Zynismus verkehrt sich in Galgenhumor. Ein Buch mit nicht allzu leiser Kritik an der Konsumgesellschaft und jenen, die eigentlich anders leben wollen und erst wieder ein Etikett dafür brauchen.

Simone Hirth im Gespräch mit Daniela Fürst über die Facetten des Buches, ihre Art das Thema aufzuschreiben, und ein Abgleich mit der realen Welt und ihren Blick darauf.

Das Buch ist im Verlag Kremayr & Scheriau erschienen.

Tatort: Gemeindebau

Buch-Cover

Foto: Falter Verlag

Am 13.9.2016 wurde im Waschsalon des Karl Marxhofes in Wien der soeben im Falter Verlag erschienene Krimi-Sammelband “Tatort: Gemeindebau” vorgestellt. Edith Kneifl, Herausgeberin und auch Autorin, präsentierte Kurzlesungen von 11 der insgesamt 13 AutorInnen (2 waren kurzfristig erkrankt).

AutorInnen: Reinhardt Badegruber, Eva Holzmair, Reinhard Kleindl, Edith Kneifl, Beatrix Kramlovsky, Lisa Lercher, Andreas P. Pittler, Manfred Rebhandl, Erwin Riess, Thomas Schrems, Sylvia Treudl, Günther Zäuner, Franz Zeller

In einer sehr launigen und abwechslungsreichen Art wurden die Krimis, die alle in Wiener Gemeindebauten spielen vorgelesen. Aber hören Sie selbst. literadio war dabei:

litonair 7-16 – Christl Greller: stadtseelenland

Die Autorin Christl Greller im Gespräch über ihren im Resistenzverlag 2016 erschienen Gedichtband “stadtseelenland”.

Greller archiviert mit poetischen Bildern Gefühle aus ihrem Alltag, die bei den LeserInnen Stimmungsechos und Nachdenklichkeit auslösen können.

Redaktion: Christian Berger