Gerhard Ruiss: Kanzlernachfolgegedichte 2006-2017

Cover KanzlernachfolgegedichteZur österreichischen Nationalratswahl erschienen im Herbst 2017 bei der Edition Aramo die Kanzlernachfolgegedichte von Gerhard Ruiss, Autor, Sänger, literarischer Interessenvertreter. Vor 12 Jahren veröffentlichte er die Kanzlergedichte. Die Kanzlernachfolgegedichte sind nicht nur ihre Fortsetzung, sie setzen auch einen Schlusspunkt hinter rund zwei Jahrzehnte literarischer Beobachtungen österreichischer und internationaler Spitzenpolitik. Der Autor hat sich dabei in die Rolle eines literarischen Korrespondenten versetzt, der zwar nicht unmittelbar, aber doch aktuell auf politische Ereignisse und gesellschaftliche Entwicklungen eingeht.

Christian Berger, literadio, spricht mit dem Autor über politische Sichtweisen, die sich in Lyrik manifestieren.

Christian Futscher: Wer einsam ist in der großen Stadt

Christian FutscherBuchcover präsentierte seine Erzählsammlung Wer einsam ist in der großen Stadt”, erschienen im Czernin-Verlag, am 16.11.2017 im Weinhaus Sittl in Wien. “In kurzen Texten und längeren Erzählungen nimmt Christian Futscher seine Leserinnen und Leser mit durch die Stadt und die Welt. Er verfasst Nachrufe, sucht mit seinen Protagonisten nach alten und neuen Freunden, Zipfelmützen und einem Nagelzwicker.” (Czernin Verlag)

literadio war dabei und am besten hören Sie selbst:

Otto Tremetzberger: Die Unsichtbaren

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Foto: Limbus Verlag

Für die Sendereihe “Literadio on air” führte Gabriele Kohlgruber ein Gespräch mit dem Autor Otto Tremetzberger über sein Buch “Die Unsichtbaren” (Limbus Verlag).

„Ein Ich führt ein ganz gewöhnliches Leben, Beziehung, Büro, Freunde und Bekannte, man isst Paella mit Kaninchen, man feiert den Geburtstag eines Kollegen. Und doch scheint das Leben nicht echt, nicht wahr.
Menschen sehen aus wie Schauspieler, bewegen sich wie in Rollen, man kippt in Musikvideos, alle reden und reden und der Erzähler sieht nur die sich bewegenden Lippen, als sähe nur er die Wirklichkeit hinter den Fassaden. Etwas in seiner Wahrnehmung – oder überhaupt – stimmt hier nicht.
Da liegt eine Notiz auf seinem Schreibtisch: Du sollst K. anrufen! K., ein alter Freund, ist im Krankenhaus. Der Erzähler bricht auf, besucht den Freund in seiner Kindheitsstadt – die Zweifel lassen sich nicht mehr beiseitewischen: Was ist wahr und wichtig? Ist überhaupt etwas wichtig? Ein trübender Nebel liegt über allem, der immer weiter Rätsel freigibt, wenn er sich lüftet: Die Wirklichkeit könnte genauso gut eine Fototapete sein, deren Details man erkennen würde, käme man nur etwas näher heran …“ (Verlagswebseite)

 

Wilhelm Kuehs: Dianas Liste

cover_dianaslisteliteradio sprach mit dem Autor und Kulturwissenschafter Wilhelm Kuehs über sein Buch “Dianas Liste“, erschienen im Tyrolia Verlag.

„Ich wollte, dass geholfen werde, wo immer es möglich war“ (Diana Budisavljevic)
Sie rettete tausende Kinder aus den Konzentrationslagern der kroatischen Ustaša. Doch Diana Budisavljevic ist heute fast vergessen. Als Diana Obexer in Innsbruck geboren, ging sie der Liebe wegen nach Kroatien. Dort fand sie mitten im Grauen des Zweiten Weltkrieges ihre Bestimmung. Mit Mut, Beharrlichkeit und oft unter Lebensgefahr bewahrten Diana und ihre Helfer die  Kinder vor dem sicheren Tod in den Lagern. „Dianas Liste“ erzählt die Geschichte dieser außergewöhnlichen Heldin. (Verlagstext)

Das Grauen der massenhaften und kalkulierten Tötung von Menschen ist auch heute nicht verschwunden. Das Buch zeigt neben der Grausamkeit und dem wahnsinnigen Sadismus einzelner auch die politische Systematik, die dahinter steckt und erzählt von einer Frau, die sich trotz Repression und Lebensgefahr diesem System erfolgreich entgegenstellte.
Interview mit Kuehs:

Lesung Kuehs-Dianas Liste:

Simone Hirth – LIED ÜBER DIE GEEIGNETE STELLE FÜR EINE NOTUNTERKUNFT

Buchcover

Eine junge Frau, Mitte 20, sitzt nach dem Abriss ihres Elternhauses im Schutt und versucht einen Wiederaufbau. Wie besessen räumt und schleppt sie das Vergangene in ihre Notunterkunft. Dabei entsteht nicht nur eine solide Bleibe, sondern auch ein Gegenmodell zur gesellschaftlichen Norm.

Im ersten Roman lotet Simone Hirth die Grenzen des literarisch Möglichen aus und trifft so auf das Eigentliche. Zynismus verkehrt sich in Galgenhumor. Ein Buch mit nicht allzu leiser Kritik an der Konsumgesellschaft und jenen, die eigentlich anders leben wollen und erst wieder ein Etikett dafür brauchen.

Simone Hirth im Gespräch mit Daniela Fürst über die Facetten des Buches, ihre Art das Thema aufzuschreiben, und ein Abgleich mit der realen Welt und ihren Blick darauf.

Das Buch ist im Verlag Kremayr & Scheriau erschienen.