Heinz Janisch und Susanne Kos

janisch_webliteradio war am 22.November 2015 im Kunsthaus Horn bei der Präsentation des neuen Oxohyph Bandes mit Gedichten von Heinz Janisch und Lithografien von Susanne Kos. Der Autor las einige seiner Gedichte und erzählte von der Entstehung des Buches. Susanne Kos beschrieb ihre zu den Gedichten entstandenen Lithografien.

Verlag: Edition Thurnhof
Gestaltung: Christian Berger

Neue Lyrik aus Österreich

Seit 2013 erscheinen jährlich 4 Lyrikbände von AutorInnen aus Österreich im Verlag Berger. Bei der Präsentation der Ausgaben 2015 am 10. Oktober im Kunsthaus Horn war literadio mit dabei. Sie können Auszüge der Lesungen aus der Lyrikreihe “Neue Lyrik aus Österreich” von Helwig Brunner, Cornelia Travnicek, Gregor M. Lepka und Judith Nika Pfeifer nachhören:

litonair 11-14: Thomas Ballhausen – In dunklen Gegenden

Thomas Ballhausen,  liest aus seinem Erzählband “In dunklen Gegenden“.
Ein altes leerstehendes Haus wird zum Grab einer vergangenen Jugend, ein Chefkartograf erzählt von seinem letzten großen Auftrag und ein Geschichtsschreiber findet sich in einer scheinbar ausweglosen Situation unter der Erde.
Vieles in Thomas Ballhausens Erzählungen geschieht im Kopf der Figuren und in einer anderen Wirklichkeit. Gedanken und Beobachtungen werden exakt aufgezeichnet, nicht ohne dabei auch rätselhaft und magisch zu sein.” (Barbara Zwiefelhofer, Literaturhaus Wien)

Ausschnitt einer Aufzeichnung vom 1.10.2014 im Literaturhaus Wien

Redaktion: Christian Berger (literadio)

Verlag: Editon Atelier

Quelle: http://cba.fro.at/274231

litonair 10 -14: Lesung von und Interview mit Friederike Mayröcker

Am 4. September 2014 fand in der Galerie für Kunst in Wien eine Lesung von Frau Friederike Mayröcker , der  „Grande Dame der Poesie“,  statt.  Es herrschte eine atmosphärisch dichte, feierliche Stimmung, als sie mit  ihrer brüchigen und doch immer noch festen Stimme  –  ihren „orientalischen Sprachteppich“ ausbreitend – die ZuhörerInnen auf die im Kopf explodierenden Bilderreisen aus den im Suhrkamp-Verlag/Etudes veröffentlichten Gedichten mitzunehmen. Auch die stimmungsvollen, auf Stoff übertragenen Fotografien von Brigitte Stefanek-Egger, welche manche ihrer Gedichte noch einmal in Bildsprache übersetzten und die Wände zierten, trugen zu dieser Atmosphäre bei.

Redaktion: Helmut Hostnig

Solidaritätslesung #freejosef 13.8.2014

Die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) und die Hochschüler_innenschaft an der Universität Wien veranstaltete am 13. August um 19 Uhr eine Lesung für Repressionsbetroffene wie den kürzlich nicht rechtskräftig verurteilten Antifaschisten Josef S.

literadio zeichnete die Veranstaltung “Josef erlesen” – Autor_innen lesen für Josef vollständig auf und bringt hier den Mitschnitt zum Nachhören.

Es lesen:
Teil 1 der Aufzeichnung: Martin Amanshauser, Olja Alvir , Andreas Pittler

Teil 2 der Aufzeichnung:  Susanne Scholl, Lydia Mischkulnig, Doron Rabinowich

Teil 3 der Aufzeichnung: Julya Rabinowich, Stefanie Sargnagel, Denice Bourbon, und Kurto Wendt

Eine  gemeinsame Lesung gegen die Verrohung und Aushöhlung des österreichischen Rechtssystems. Der Verkaufserlös der von den Verlagen frei zur Verfügung gestellten Bücher sowie sämtliche Spenden kommen den Verteidigungskosten von Josef zugute.

Kurto Wendt meint zu seinen Motiven: “Ein Justiz- und Exekutivskandal jagt den anderen. WKR-Protest-Prozesse, Fluchthilfeanklagen, Hausräumung und jetzt ein Staatsanwalt der Rechtextremen Daten und Adressen von antifaschistischen Informant_innen aushändigt und darin kein Problem sieht. Wir müssen uns nicht nur informieren, sondern auch formieren.”

Der Autor Andreas Pittler sagt: “Entgegen anderslautenden Aussagen ist unsere Justiz nicht unparteiisch. Im Zweifel stellt sie sich immer an die Seite der Mächtigen. Und selbst wenn man vollkommen unschuldig ist, kann man durch ein Verfahren hierzulande ruiniert werden. Dagegen gilt es Stellung zu beziehen.”

Auch Julya Rabinowich spielt auf den Prozess gegen Josef S. an: “Ich mache mit, weil Kafka nicht Alltag werden darf.”

“Mit dieser Veranstaltung wollen wir auch unsere Kritik an der aktuellen Repressionswelle gegen viele Antifaschist_innen und Studierende zum Ausdruck bringen”, begründet Viktoria Spielmann vom Vorsitzteam der ÖH die Veranstaltung: “Wir werden uns weiter mit dem Thema Repression beschäftigen und aktuelle Vorgänge kritisch beleuchten.”

“Durch den Bezug auf den höchst umstrittenen Paragraphen des ‘Landfriedensbruch’ konstruiert sich die österreichische Justiz die rechtliche Grundlage, um antifaschistischen Protest gezielt kriminalisieren zu können. Dagegen gilt es auf allen Ebenen anzukämpfen”, so das Vorsitzteam der Hochschüler_innenschaft an der Uni Wien unisono: “Unsere Solidarität gilt allen Repressionbetroffenen – vor Gericht stand diesmal Josef, gemeint sind wir alle.”

Siehe auch Webseite ÖH